16 Spiele ohne Niederlage: SVD hat "fantastische Hinrunde gespielt"
Die inoffizielle Herbstmeisterschaft des SV Darmstadt 98 stand schon vor dem letzten Spieltag des Jahres fest, dennoch bauten die Lilien ihre Serie mit einem weiteren Punktgewinn noch aus. Nach einer Halbzeit in Überzahl hätte der SVD das Spiel zwar gerne noch an sich gerissen, doch schon jetzt überwog der Stolz am Böllenfalltor bei Cheftrainer Torsten Lieberknecht.
"Starten sensationell ins Spiel"
Mit einem 1:1-Remis gegen Greuther Fürth hat der SV Darmstadt 98 die Hinrunde beendet. Nach 17 Spielen stehen 36 Punkte auf dem Konto der Lilien, die nur eine einzige Niederlage am 1. Spieltag einstecken mussten. Die verpasste Chance, dass auch gegen die Kleeblätter aus Fürth ein Dreier eingefahren wird, konnten die SVD-Akteure daher verschmerzen. Obwohl die Lilien fast eine ganz Halbzeit in Überzahl agierten, nachdem Gideon Jung die Ampelkarte sah (48.). "Wir wussten, dass es heute gegen Fürth eine große Herausforderung wird", zeigte sich auch Torsten Lieberknecht trotzdem zufrieden.
Die kurze Pause zwischen dem Highlight-Spiel am vergangenen Donnerstag und dem Hinrunden-Abschluss am Sonntag, sowie die ungewisse Personallage machten dem SVD-Coach vor der Partie zu schaffen. "Dennoch starten wir sensationell ins Spiel", erkannte Lieberknecht stolz an. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis Emir Karic die Lilien per Linksschuss in Führung brachte. "Mir hat aber nicht gefallen, dass wir im Anschluss mehr Pässe zurück als nach vorne gespielt haben. Unseren Ballbesitz hätten wir besser ausspielen können", konnte Lieberknecht nach Abpfiff aber auch bemängeln. Fest stand für den Übungsleiter jedoch: "Wir haben eine fantastische Hinrunde gespielt, die Jungs machen einen sensationellen Job."
Freude auf "alles, was noch kommt"
Das teilte Lieberknecht seiner Mannschaft gleichermaßen mit. "Insgesamt ziehe ich alles, was ich habe, vor meiner Mannschaft. Sie haben heute noch einmal eine Willensleistung gezeigt und verdient einen Punkt geholt", lobte der 49-Jährige die Attribute, die sein Team bereits im gesamten Saisonverlauf ausmacht. Freuen könne man sich "auf alles, was noch kommt", fand Lieberknecht. Denn nun geht es erst einmal in die Winterpause, in der auch Darmstadt die müden Knochen erholen will. Obwohl der SVD mit einer Serie von 16 Spielen ohne Niederlage wohl auch gerne weitergespielt hätte, kommt die Pause gelegen.
"Das Spiel war streckenweise ein wenig träge und schleppend heute. Das ist auch irgendwo verständlich, weil jeder sieht, dass wir auf dem Zahnfleisch laufen. Insgesamt haben wir es dafür ordentlich gemacht gegen einen starken Gegner, der mit viel Selbstvertrauen angereist ist", fand auch Tobias Kempe stellvertretend. Verstecken müssen sich die Darmstädter längst nicht mehr, obwohl die Demut ihnen bislang gut zu Gesicht stand. Kempe stolz: "Wir haben eine unglaubliche Hinrunde gespielt und es ist klar, dass du in dieser Liga nicht jedes Spiel gewinnen kannst." Aber man kann auch fast keine Partie verlieren, wie die Lilien eindrucksvoll gezeigt haben.