Alles, was ihr zum 21. Spieltag wissen müsst
Ein Verfolgerduell, eine Begegnung zwischen Kellerteams und einige Kräftemessen zwischen Mannschaften aus der oberen und der unteren Tabellenhälfte erwarten uns am 21. Spieltag der 2. Bundesliga. liga2-online.de wirft einen Blick auf die kommende Runde.
Die Ausgangslage
Sieben Spiele lang war der 1. FC Kaiserslautern unbesiegt, holte 19 von 21 möglichen Punkten. Am vergangenen Wochenende erwischte es die Pfälzer mal wieder: Mit 0:1 unterlag das Team beim FC St. Pauli, rangiert zwei Punkte hinter dem dritten Platz. Während der Tabellenführer aus Darmstadt mit 2:1 gegen Braunschweig siegte, feierte der Hamburger SV nach einem 0:3-Rückstand noch einen Punktgewinn beim 1. FC Heidenheim. Auch der SC Paderborn gewann (4:3 in Hannover) ist wieder auf zwei Punkte am Aufstiegs-Relegationsrang dran.
Im Tabellenkeller feierte der 1. FC Magdeburg einen 3:2-Erfolg in Kiel, schob sich so von den Abstiegsrängen. Arminia Bielefeld (0:1 gegen Rostock) und Sandhausen (0:2 in Düsseldorf) kommen hingegen nicht wirklich vom Fleck. Jahn Regensburg ist nach einer 0:1-Pleite in Nürnberg neuer Tabellenletzter, hat aber nur einen Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Es bleibt weiter sehr spannend und eng im Rennen um den Klassenerhalt.
Fünf Spiele im Fokus
Verfolgerduell in Paderborn: Der FCK ist zu Gast
Nach drei Siegen in Serie und zuletzt acht Toren in zwei Partien haben die Ostwestfalen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der FCK wurde aufgrund des besseren Torverhältnisses überholt, zwei Punkte liegt die Truppe von Trainer Lukas Kwasniok nur noch hinter dem Aufstiegs-Relegationsrang. Allerdings kommt am Freitag mit den Pfälzern ein Angstgegner des SCP. In sechs Heimspielen gab es noch keinen Sieg, stattdessen nur drei Remis.
Der Aufsteiger verlor am Sonntag erstmals seit dem 16. Oktober wieder eine Partie, damit endetet die eindrucksvolle Serie von sieben ungeschlagenen Spielen am Stück. Die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga liegt dennoch nur zwei Zähler hinter Rang drei. Der Sieger des Duells könnte diesen Platz einnehmen, während die andere Mannschaft einen Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen muss.
Magdeburg empfängt schwungvolles St. Pauli
Nach drei Pleiten in Folge holte der FCM nun vier Punkte aus zwei Spielen, setzte sich nach zweifachem Rückstand noch in Kiel durch und holte neben drei Punkten auch viel Selbstvertrauen. Auch der Sprung auf Platz 15 und damit das Verlassen der Abstiegsränge sollte dem Aufsteiger weiteren Schwung geben. Doch der Vorsprung ist nur hauchzart, beträgt zwei Zähler auf den letzten Platz. Lage und Stimmung können nach dem Spiel am Samstag also wieder ganz anders sein. Problematisch: Der FCM ist das schwächste Heimteam der Liga. Gut: Der FC St. Pauli aber auch das zweitschwächste in der Fremde.
Doch die Hamburger zeigen nach dem Trainerwechsel hin zu Fabian Hürzeler ein anderes Gesicht, gewannen alle drei Partien im neuen Jahr gegen Nürnberg (1:0), Hannover (2:0) und zuletzt Kaiserslautern (1:0), kassierten dabei kein einziges Gegentor. Mit einem Sieg in Magdeburg würde ein gutes Polster nach unten angelegt werden, die Mannschaft wäre vorerst raus aus den gröbsten Abstiegssorgen. An den Statistiken der bisherigen Saison kann diese Mannschaft also nicht mehr gemessen werden.
Rostock gegen Darmstadt: Heimschwäche trifft Auswärtsstärke
Auf dem Papier erwartet die Hanseaten am Samstagabend unter Flutlicht eine schier unmögliche Aufgabe: Als zweitschwächste Heimmannschaft mit erst zehn Punkten aus ebenso vielen Spielen muss sich die Kogge gegen den Tabellenführer behaupten, der auswärts den höchsten Punkteschnitt aller Teams aufweist. Immerhin konnten die Norddeutschen zuletzt einen 1:0-Sieg bei Arminia Bielefeld bejubeln, stehen als Zehnter vier Punkte vor dem 16. Rang. Das gibt Selbstvertrauen und Lohn für die harte Arbeit, die zuletzt laut Coach Patrick Glöckner geleistet wurde. Schon ein Punktgewinn wäre ein großer Erfolg.
Anders ist die Ausgangslage bei den Hessen, die zuletzt am 1. Spieltag in der Liga verloren haben. Aus den vergangenen sechs Partien gab es fünf Siege. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf den vierten Platz. Die Lilien sind weiter voll auf Kurs Aufstieg, werden den Spieltag dank vier Zähler mehr als der HSV auch definitiv auf dem ersten Platz beenden. Das 2:1 zuletzt gegen Braunschweig war ein härteres Stück Arbeit als von manchen angenommen, aber letztlich stand der Heimsieg zu Buche.
Hamburger Aufstiegsträume gegen Bielefelder Abstiegsängste
Es gab zwar nur einen Punkt, dennoch fühlte sich das Ergebnis im Spitzenduell beim 1. FC Heidenheim für den HSV wie ein Sieg an. Nach 0:3-Rückstand holten die Norddeutschen noch das Remis, hielten den Verfolger somit vier Punkte von sich fern und sind sechs Punkte vor Rang vier. Nach vier ungeschlagenen Partien am Stück hat die Mannschaft eine sehr gute Ausgangslage im Aufstiegsrennen, könnte diese weiter aufbessern, wenn am Sonntag gegen den Absteiger der nächste Sieg gelingt.
Auf Seiten der Bielefelder waren nach dem 0:1 gegen Rostock viele lange Gesichter und klare Ansagen zu vernehmen. Die Mannschaft bekommt keine Konstanz in die Leistungen. In den vergangenen 13 Partien gab es acht Niederlagen, kein Unentschieden und nur einmal zwei Siege am Stück. So wird es nicht gelingen, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Auf dem Abstiegs-Relegationsplatz liegend, ist es ein Punkt zum Letzten, aber auch nur ein Zähler, um von Rang 16 zu kommen.
Der KSC kommt: Kellerduell in Sandhausen
Wahrscheinlich erwartet die Fans am Sonntagnachmittag kein Leckerbissen, an Einsatz und Kampf sollte es aber nicht mangeln. Die Lage ist schließlich für beide Mannschaften ernst bis bedrohlich. Die Hausherren holten nur drei Punkte aus den vergangenen fünf Partien, sind Vorletzter. Auch für die Kurpfälzer ist noch nichts verloren, um jedoch nicht weiter in einen Negativstrudel zu geraten, sollte ein Sieg gegen den KSC her.
Die Badener konnten zuletzt immerhin ihre Sieglos-Serie (zwei Punkte aus acht Spielen) beenden, holten in Unterzahl einen 2:1-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Ein befreiendes Erlebnis für die gebeutelte Truppe, die so wieder Schwung aufnehmen konnte. Drei Punkte liegen die Gäste vor dem SVS, es kommt also zu einem klassischen Sechs-Punkte-Spiel. Für beide Mannschaft gilt: verlieren verboten!