Wie reagiert der FCK nach der Pleite? "Wähnten uns schon weiter"

Durch die 0:1-Niederlage beim FC St. Pauli wurde der Höhenflug des 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende gestoppt. Sieben Partien hatten die Pfälzer zuvor nicht verloren. Nun steht am Freitag (18.30 Uhr) das Verfolgerduell beim SC Paderborn an. Trainer Dirk Schuster erwartet eine Reaktion seiner Mannschaft. 

"Unterirdisch" Fußball gespielt

Ganz so leicht war die Niederlage am Sonntag in Hamburg nicht zu verdauen. Denn was FCK-Coach Dirk Schuster richtig schmerzte, war die Qualität des Passspiels. "Die Passquote war ein ganz wunder Punkt bei uns", sagte er am Mittwoch vor dem Duell mit den Ostwestfalen. In Sachen Genauigkeit und Qualität habe seine Mannschaft "unterirdisch" Fußball gespielt. "Nach den ersten beiden Spielen wähnten wir uns schon einen Schritt weiter."

Es war also ein Rückschritt im Entwicklungsprozess der Mannschaft. Auch das Gesamtbild des letzten Spiels habe nicht gepasst. "Überzeugung und Mut" hätten gefehlt, "den Gegner zu attackieren und ihm wehzutun. Wir waren auch noch sehr unzufrieden dem Verhältnis der Zweikampfgewinne, hatten auch da eine sehr schlechte Quote."

Die Defensive ist gefordert

Daran gilt es also zu arbeiten, wenn am Freitag die beste Offensive der Liga (44 Tore in 20 Spielen) auf die Pfälzer wartet. "Wenn man die Spielweise der Paderborner sieht, ist sie brutal offensiv ausgerichtet. Es ist scheißegal, ob die Mannschaft 2:0 führt oder 0:2 hinten liegt, diese Truppe kennt nur eine Richtung und das ist Richtung gegnerisches Tor", so Schuster. "Wir müssen defensiv ganz sauber arbeiten", lautete seine Forderung.

Doch der überwiegende Blick nach vorn beim Gegner birgt auch eine große Chance für die Gäste: "Wenn man massiv nach vorn spielt, tun sich Räume auf. Die müssen wir bespielen, um eine Chance zu haben." Die Roten Teufel müssten "Mut und Überzeugung entwicklen, dass man Paderborn wehtun kann". 

Vier Ex-Paderborner im Kader

Mit Marlon Ritter, Ben Zolinski, Robin Bormuth und Philipp Klement spielen beim FCK vier ehemalige Paderborner Spieler, was der Partie noch eine Extra-Note verleiht. "Die Eigenmotivation bei jedem Spieler wird sehr hoch sein, es seinem vorhergehenden Arbeitgeber zu zeigen, dass man den richtigen Schritt gewählt hat oder unbegründeterweise nicht mehr die Perspektive hatte."

Doch dies sei keine Garantie dafür, dass die Profis auch spielen. "Ich hoffe, dass wir die richtigen herausfiltern werden", so Schuster, der auf die Unterstützung von mindestens 2.400 Lautrer Fans zählen darf. Definitiv wieder im Kader stehen wird Hendrick Zuck. Der Linksverteidiger hatte gegen St. Pauli gefehlt, hatte Probleme in der Hüfte, die vom Rücken ausgestrahlt hat. "Das Wehwehchen ist behoben. Er hat die Woche alles voll mitgemacht. Wir können auf ihn bauen, er wird definitiv im Kader stehen."

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