"Gute Einzelleistung" von Reis: HSV denkt schon ans Spitzenspiel

Der Hamburger SV hat sich einmal mehr in einer engen Partie durchgesetzt. So konnte die Walter-Elf auch im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Ende einen 2:1-Sieg einfahren. Vor dem Spitzenspiel gegen den SV Darmstadt 98 ist somit alles angerichtet - obwohl spielerisch noch Luft nach oben ist.

"Heute zu statisch gespielt"

Zum Einstieg ins neue Jahr hat der HSV nun drei Siege und ein Unentschieden geholt, seit fünf Partie ist das Team von Tim Walter insgesamt ungeschlagen. Auch beim zähen Ringen mit Arminia Bielefeld setzten sich die Hamburger schlussendlich durch. "Wir hatten in der Anfangsphase zu wenig Tiefe, gehen dennoch mit einer guten Einzelleistung in Führung", beobachtete der HSV-Coach, dass sich seine Mannschaft längere Zeit nicht leicht tat. Walter erkannte: "Wir waren aber nicht so zwingend, dass wir mehr Abschlüsse bekommen. Wenn du gegen einen tiefstehenden Gegner keine Lücken aufreißt, wird´s schwer."

Zum Start in die zweite Hälfte kassierte der HSV dann auch noch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer. Weil Bakery Jatta aber schon sechs Zeigerumdrehungen nach dem kurzen Schock wieder ins Bielefelder Netz traf, war die Hamburger Welt weiterhin in Ordnung. "Im Anschluss haben wir das 2:1 rigoros verteidigt und haben deshalb auch verdient gewonnen", fand Walter daher auch. Und trotzdem blieb Kritik stehen: "Wir haben heute dennoch zu statisch gespielt und zu wenig Mut an den Tag gelegt. Das haben wir heute versäumt."

Darmstadt vor der Brust

Zum erneuten Garanten für den Sieg wurde Ludovit Reis, der vier seiner sechs Saisontreffer in den letzten fünf Spielen machte. "Für mich ist es ein tolles Gefühl, erneut zu treffen. Ich habe vor einem Jahr gesagt, dass ich mehr Tore schießen möchte und umso besser ist es, dass ich mich diesbezüglich auf einem guten Weg befinden", kommentierte der 22-jährige Niederländer sein erneutes Kunststück, mit dem er den HSV auf die Siegesstraße brachte. Dorthin wollen die Hamburger besonders in der kommenden Woche. "Nächste Woche steht ein wichtiges Spiel an. Wir sind bereit dafür und gehen mit einem geilen Gefühl in diese Aufgabe. Darmstadt ist ein gutes Team, das wissen wir. Wir müssen aber auf uns gucken und das Spiel gewinnen", so Reis.

Denn am kommenden Samstag (20:30 Uhr) kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer. Nicht wenige vermuten, dass zumindest der Sieger der Partie zwischen Hamburg und Darmstadt am Saisonende aufsteigen wird. Für HSV-Kapitän Sebastian Schonlau gilt es daher, die Sinne zu schärfen. "Wenn wir den Ball nicht haben, dann sind wir unzufrieden. Letztlich sind wir als Abwehr mit unserem Keeper aber auch dafür da, die Chancen wegzuverteidigen", blickte der Innenverteidiger auf die kritischen Phasen im Spiel gegen Bielefeld zurück. So darf es dann aus Hamburger Sicht auch gegen Darmstadt laufen.

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