Hecking kann den HSV ärgern: "Das wollen wir verhindern"
In den Spitzenspielen ließ der Hamburger SV zuletzt ein paar Federn, doch als Verlierer gingen die Elbestädter in diesem Jahr noch nicht vom Platz. Deswegen rechnet Cheftrainer Tim Walter auch gegen den 1. FC Nürnberg (Samstag, 13 Uhr) nicht damit, dass es seiner Mannschaft an Selbstvertrauen mangelt. Trotzdem gibt es auch Selbstkritik.
"Vielleicht holen wir gerade etwas Luft"
In Heidenheim holte der Hamburger SV einen 0:3-Rückstand noch auf, gegen Darmstadt verspielte die Walter-Elf eine 1:0-Führung. In beiden Fällen stand dennoch ein Punktgewinn gegen die aktuell größten Konkurrenten um den Aufstieg auf dem Papier. Cheftrainer Tim Walter rechnet damit, dass das Rennen noch lange nicht entschieden ist. "Entwicklungen laufen niemals linear, sondern immer auch in Kurven. Vielleicht holen wir gerade etwas Luft, um dann auf den höchsten Peak zu kommen", so der HSV-Coach. Nun geht es gegen den 1. FC Nürnberg - und Ex-Coach Dieter Hecking.
"Für mich ist Dieter ein sehr geschätzter Kollege, zu dem ich ein gutes Verhältnis habe und für den es sicherlich ein besonderes Spiel wird, denn er hatte eine tolle Zeit in Hamburg", erinnert Walter an die Zeit des Kollegen an der Elbe. In der Saison 2019/20 war Hecking als Nachfolger von Hannes Wolf angetreten, um den HSV in die Bundesliga zurückzuführen. Die Reise endete - wie so oft - auf dem vierten Platz. Am Samsatg wird der Ex-Coach mit Nürnberg um die Punkte spielen. "Und das wollen wir verhindern", stellt Walter klar.
Heyer fehlt wegen Gelbsperre
Für Hecking wird es die erste Auswärtsfahrt als Interimstrainer. "Inwieweit schon Dieter Heckings Handschrift erkennbar sein wird, müssen wir abwarten", will Walter daher noch keine genaue Prognose für die Herangehensweise stellen. Trotzdem glaubt der HSV-Coach zu wissen, wie es die Franken angehen wollen: "Ich erwarte den Gegner eher etwas tieferstehend, um dann über schnelles Umschalten zum Erfolg zu kommen. Ebenso werden sie aber auch Phasen in ihrem Spiel haben, in denen sie höher stehen." Der HSV, der seinerseits seit sechs Spielen ungeschlagen ist, will dies unterbinden.
Abgesehen von Xavier Amaechi (Außenbandriss) und Mario Vuskovic (Dopingsperre) muss Walter nur auf Moritz Heyer (Gelbsperre) verzichten. Somit ist auch Bakery Jatta, der gegen Darmstadt aus disziplinarischen Gründen nicht startete, wieder eine Option für die Startelf. Außer, der 24-Jährige zieht sich noch etwas zu. "Baka ging es die ganze Zeit gut, doch heute hat er über Schmerzen im Fuß geklagt. Es ist aber klinisch nichts erkennbar, insofern sind wir guter Dinge, dass es nicht so schlimm ist", erklärt Walter diesbezüglich. Klar ist allgemein: "Wir sind selbstkritisch, aber auch selbstbewusst, deshalb: Wir befinden uns insgesamt auf einem sehr hohen Niveau und schwimmen auf einer sehr guten Welle." So soll auch der FCN geschlagen werden.