Schwartz warnt vor "Betze"& Boyd: "In eigene Energie ummünzen"

Der erste Heimsieg seit sieben Monaten beflügelt den F.C. Hansa Rostock und weckt die Hoffnung, dass im Abstiegskampf noch vieles möglich ist für die Kogge. Am Betzenberg in Kaiserlautern wartet schon die nächste Herausforderung auf Cheftrainer Alois Schwartz und seine Mannschaft. Im Hexenkessel gilt es Ruhe zu bewahren - und Terrence Boyd auszuschalten.

"Siege tun immer gut"

Über fünf Jahre war Alois Schwartz im Nachwuchsbereich des 1. FC Kaiserslautern tätig, sprang vier Mal als Interimstrainer für das Profiteam ein. Die Atmosphäre in der Pfalz ist dem heutigen Hansa-Coach bestens bekannt. "Es gibt nichts Schöneres für einen Fußballer, als in so einem Stadion vor vollem Haus zu spielen", lobte Schwartz das Fritz-Walter-Stadion, in dem bei über 40.000 Zuschauern rund 2.300 Hansa-Fans die Kogge nach vorne pushen werden. "Das muss man mitnehmen, aufsaugen und versuchen, in eigene Energie umzumünzen."

Das Selbstbewusstein der Rostocker dürfte jedenfalls gewachsen seit. Am vergangenen Spieltag landete die Kogge den ersten Heimsieg seit September, sodass das rettende Ufer nur noch einen Punkt entfernt ist. Die Negativserie wurde durchbrochen, der positive Trend soll andauern. "Siege tun immer gut, denn für Erfolg gibt es keinen Ersatz. Das hat die Mannschaft gefühlt und gespürt, wie wichtig das ist", blickte Schwartz auf die Trainingswoche zurück. "Man sieht, dass ein bisschen Leichtigkeit zurückgekehrt ist. Wenn man nach sieben Monaten ein Heimspiel gewinnt, dann ist das eine tolel Sache."

"Kann kein Einzelner machen"

Der nächste Auswärtssieg soll dann nach Möglichkeit schon in Kaiserslautern folgen. Allerdings muss Schwartz neben Nils Körber (Leistenprobleme) und Maurice Litka (Knorpelschaden) auch auf Lukas Scherff (Bronchitis) und Svante Ingelsson (Schambeinentzündung) verzichten. Die Hoffnung beim Schweden ist nach Fortschritten im Genesungsprozess groß, dass er in den letzten Saisonspielen noch einmal eine Rolle spielen kann. Zurück im Training ist zumindest schon Frederic Ananou nach seinem Muskelfaserriss.

"Es ist kein Dilemma, dass man eine größere Auswahl hat", freute sich Schwartz über die Personalsituation, die insbesondere im Mittelfeld mit drei konstanten Akteuren auf zwei Positionen Mut macht. In allen Mannschaftsteilen wird der Fußballlehrer auf Mentalität setzen, denn auch Kaiserslautern wird als "Top-Aufsteiger" wohl wieder um jeden Grashalm kämpfen. Die Mentaltät werde daher "mit Sicherheit ein großer Baustein sein", aber darauf sei Rostock vorbereitet. Gleiches gilt für Terrence Boyd, den Schwartz als Unterschiedsspieler bei den Roten Teufeln ausmachte. "Ihn aus dem Spiel zu nehmen, kann kein Einzelner machen", so der Hansa-Coach. Doch im Verbund soll bei der Kogge auch am Samstag (13 Uhr) wieder vieles möglich sien.

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