Alles, was ihr zum 31. Spieltag wissen müsst

Die letzten vier Spiele der Saison stehen an, die ersten Entscheidungen rücken immer näher. So könnte der SV Darmstadt 98 am Samstag den Aufstieg klarmachen. Auch der 1. FC Heidenheim kann seine Ausgangslage noch weiter verbessern. Im Abstiegsrennen ist es hingegen richtig eng. liga2-online.de wirft einen genauen Blick auf die kommende Runde.

Die Ausgangslage

Der Hamburger SV war einer der großen Verlierer des vergangenen Wochenendes. Mit 2:3 unterlagen die Norddeutschen beim 1. FC Magdeburg. Die Konkurrenten aus Darmstadt (3:0 in Kiel) und Heidenheim (2:0 in Fürth) eilten davon. Die Verfolger aus Paderborn (5:1 gegen Braunschweig), vom FC St. Pauli (2:1 gegen Bielefeld) und Fortuna Düsseldorf (3:2 gegen Karlsruhe) zogen allesamt auf sechs Zähler an den Dritten heran.

Im Keller konnte Hansa Rostock mit dem 1:0 beim 1. FC Kaiserslautern den zweiten Sieg in Folge feiern und sich auf einen Nicht-Abstiegsplatz schieben. Tabellenschlusslicht SV Sandhausen setzte sich mit 2:1 gegen Jahn Regensburg durch und ist nur noch einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Der Jahn und die Arminia waren somit die Leidtragenden im Abstiegsrennen. Auch Braunschweig mit drei Punkten und der 1. FC Nürnberg (0:3 in Hannover) mit vier Zählern Vorsprung auf Platz 16 müssen weiter um den Klassenverbleib zittern.

 

Fünf Spiele im Fokus

Duell beim Verfolger: Paderborn will näher an den HSV heran

Nach zwei Niederlagen aus den vergangenen drei Duellen ist der Druck bei den Rothosen zuletzt immer mehr angewachsen. Sechs Punkte sind es noch auf den Verfolger aus Ostwestfalen. Die Erinnerungen an die vergangenen Jahre, als die Hamburger schon einige gute Ausgangslagen verspielten, kommen wieder hoch. Eine Niederlage muss unbedingt verhindert werden. Mit einem Sieg wäre die Relegation dagegen so gut wie sicher.

Der SCP hingegen hat wenig zu verlieren und kommt mit viel Schwung und Selbstvertrauen. Sieben Punkte aus drei Spielen spülten die Truppe von Lukas Kwasniok doch noch einmal etwas näher an den Aufstiegs-Relegationsplatz. Nun soll der HSV am Freitag wieder geärgert und die Spannung für die letzten drei Saisonspiele weiter erhöht werden. Ein Sieg würde schließlich nur noch drei Punkte Rückstand bedeuten.

Hansa empfängt den Jahn zum Sechs-Punkte-Spiel 

Nur ein Punkt aus acht Partien ließ die Kogge ganz tief in den Tabellenkeller abrutschen, nach zuletzt zwei Siegen konnten die Hanseaten aber kurz durchpusten. Drei Duelle mit direkten Konkurrenten von ganz unten stehen noch an. Das erste findet am Samstagmittag zu Hause gegen den Vorletzten aus Regensburg statt. Ein Sieg wäre immens wichtig und würde eine gute Ausgangslage für die letzten Wochen bedeuten.

Die Oberpfälzer hingegen müssen erst einmal schauen, so schnell wie möglich von einem Abstiegsplatz herunter zu kommen. Seit fünf Spielen wartet die Mannschaft auf einen Sieg, holte nur zwei Punkte. Enttäuschend war auch die 1:2-Pleite beim Letzten aus Sandhausen. Und nun steht das nächste Auswärtsspiel bei einem Kontrahenten an. Läuft wirklich alles gegen die Mannschaft, wäre sie nach dem Spieltag Letzter und hätte vier Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.

Zu Hause gegen St. Pauli: Macht der SVD den Aufstieg klar?

Die Lilien - jüngst mit fünf Siegen aus sechs Spielen - werden ganz genau hinschauen, was der HSV am Freitag treibt: Denn gewinnen die Norddeutschen nicht, könnten die Hessen mit einem Heimsieg am Samstagabend den Aufstieg vor heimischem Publikum unter Flutlicht klarmachen. Was für eine Vorstellung! Durch einen Erfolg würde der Abstand auf den Dritten - sollte er nicht gewinnen - zehn Punkte betragen. Nur noch neun wären in der Restsaison zu holen. 

Für die Kiezkicker ist das Duell am Böllenfalltor jedoch die letzte Chance, noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Auch die Mannen von Fabian Hürzeler werden hoffen, dass der Rivale gegen Paderborn stolpert. Mit einem eigenen Sieg wären es noch drei Zähler auf den HSV, die in drei Partien aufgeholt werden müssten. Immerhin zeigt die Formkurve nach dem 2:1-Sieg gegen Bielefeld und zuvor zwei Niederlagen wieder nach oben. 

Heidenheim gegen den FCM: Wer macht den nächsten Schritt?

Die Ostwürttemberger zeigten sich in den vergangenen Monaten sehr stabil und konstant. Nur gegen einen starken FC St. Pauli gab es eine Niederlage (0:1), ansonsten sieben Siege aus zehn Spielen. Vier Punkte Vorsprung sind es deshalb auf den HSV. Verliert der Konkurrent und Heidenheim siegt, wäre der Aufstieg so gut wie perfekt. Sieben Zähler sollten bei drei ausstehenden Spielen reichen, um erstmals in die erste Liga zu gehen.

Doch auch der FCM kassierte nur eine Niederlage in den vergangenen fünf Partien, holte drei Siege und steht neun Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsrang. Selbst ein Unentschieden könnte schon reichen. Bei einem Sieg am Sonntag können die Planungen für eine weitere Zweitliga-Saison vorangetrieben werden. Dann wären die Blau-Weißen gerettet.

Noch ein Keller-Duell: Der BTSV gegen den Letzten aus Sandhausen

Am Ende vielleicht durchaus ein Stück zu hoch unterlagen die Braunschweiger beim SC Paderborn, ärgerten sich aber über eine so oder so zu anfällige Defensive. Das soll und muss gegen Sandhausen abgestellt werden, wenn es am Sonntag nicht die dritte Niederlage in Folge geben soll. Drei Punkte sind es momentan Vorsprung auf den Relegationsrang. Mit einem Sieg und Patzern der Konkurrenz sieht es im Endspurt richtig gut aus für die Niedersachsen. Doch eine Pleite würde für viel Spannung und Zittern sorgen - das will niemand.

Die Gäste hingegen dürfen definitiv nicht verlieren. Sieben Punkte aus drei Spielen haben die Lage etwas verbessert, ein Zähler liegt der Tabellenletzte noch hinter dem Relegationsplatz. Drei Punkte sind es auf das rettende Ufer. Ein Sieg beim BTSV und es wäre wieder alles möglich. Da noch Duelle gegen den HSV und Heidenheim warten, ist ein Sieg sogar Pflicht.

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