Ein Jahr nach Rekordsieg: SCP kassiert Rekordpleite in Fürth

Vor einem Jahr stellte der SC Paderborn 07 einen Zweitliga-Startrekord auf. Am vergangenen Sonntag standen die Ostwestfalen dann erneut im Fokus, denn zum zweiten Mal in Folge wurde der 1. Spieltag für die Kwasniok-Elf historisch. Dieses Mal kassierten die Paderborner allerdings fünf Gegentore. Das Debüt von Max Kruse ging nahezu unter.

"Letztes Jahr standen wir damit auf Platz 1"

Zuerst zog Schiedsrichter Richard Hempel noch die gelbe Karte, doch kurz darauf wurde die Entscheidung vom Videoassistenten korrigiert. Schon in der 8. Spielminute musste SCP-Verteidiger Visar Musliu somit den Platz verlassen - rote Karte! Den angedachten Ballbesitzfußball konnten die Paderborner früh vergessen. "Machen wir uns nichts vor. Die rote Karte ist die entscheidende Szene des Spiels", legte sich auch Cheftrainer Lukas Kwasniok nach Abpfiff fest. Der Platzverweis sei "völlig berechtigt" gewesen. Es ging noch einige Zeit gut, doch am Ende stand ein Rekordergebnis auf der Anzeigetafel. Zum Leidwesen der Paderborner.

Denn der 5:0-Erfolg der SpVgg Greuther Fürth ist der höchste Sieg der Zweitliga-Geschichte an einem 1. Spieltag. Doch damit stehen die Kleeblätter nicht alleine dar. Ausgerechnet der SC Paderborn stellte den Rekord in der Vorsaison mit einem 5:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC auf. "Letztes Jahr standen wir damit auf Platz 1", erinnerte sich auch der SCP-Coach an den fulminanten Auftakt - und gab Kritikern vor, dass auch der KSC daraufhin trotz Fehlstart eine gute Saison gespielt habe. "Wir freuen uns nach wie vor auf die Saison", so Kwasniok. "Wir werden es schaffen, eine gute Saison zu spielen. Das hier war ein Sonderfall, weil wir es über uns ergehen lassen haben."

Kruse im Spiel kein Faktor

Die Unterzahl als ausschlaggebender Grund für die Rekordniederlage war nicht von der Hand zu weisen. Auch deshalb bliebe das Spiel für Kwasniok "schwierig bewertbar", denn im Elf-gegen-Elf kündigte der Cheftrainer für das nächste Spiel bereits ein "anderes Gesicht" an. Trotzdem wies der 42-Jährige auch auf Mängel hin, die nicht allein auf die Unterzahl zurückzuführen waren. "Wir merkten, dass wir systematisch ein Problem bekommen. Das Zentrum ging immer mehr auf", so Kwasniok. Zwar stand dem SCP ein Mann weniger zur Verfügung, um die Lücken zu schließen. Der Coach fand: "Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass wir das 0:1 aus eigenem Ballbesitz fressen. Das war ein Konter."

Dennoch wollten die Ostwestfalen das Spiel "ordentlich zu Ende bekommen". Einigermaßen sei das gelungen, immerhin gab es im zweiten Abschnitt nur noch zwei Gegentore. Nach dem Seitenwechsel war Transfer-Coup Max Kruse kein Faktor mehr im Spiel der Paderborner, denn zu diesem Zeitpunkt stand der 35-Jährige nicht mehr auf dem Rasen. "Es war nicht sein Spiel. Er kann im Ballbesitzfußball den Unterschied machen. Seine Qualität kam nicht ganz zur Geltung", argumentierte Kwasniok sportlich. Am Freitag (18:30 Uhr) wollen die Paderborner vieles anders machen - dann auch wieder mit Max Kruse.

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