Hertha-Coach Dardai: "Es heulen immer die gleichen"
Für Hertha BSC dürfte der Traum vom direkten Wiederaufstieg nach der 0:2-Lektion beim tatsächlichen Bundesliga-Anwärter FC St. Pauli endgültig geplatzt sein. Nach dem Rückfall in die untere Tabellenhälfte durch nur zwei Punkte aus den vergangenen drei Begegnungen deutete Trainer Pal Dardai erkennbar unzufrieden personelle Konsequenzen für die restliche Saison an.
Dardai: "Gegner frisst uns auf“
"Es heulen immer die gleichen“, ärgerte sich der Ungar auf der Pressekonferenz über seine wiederholt wirkungslos verpuffte Mahnung zu mehr Reaktions- und Handlungsschnelligkeit: "Man muss vielleicht auch mal Personen austauschen, dann kann es auch besser klappen, nach vorne zu verteidigen“, machte Dardai seinem Unmut Luft.
Vor allem vom Auftritt seiner Elf bis zur schon entscheidenden 2:0-Führung der Gastgeber war der ehemalige Profi maßlos enttäuscht: "Wir hatten keine Balleroberung, haben nicht nach vorne verteidigt, haben nicht mal drei Pässe geschafft und hatten keinen Torschuss – so frisst der Gegner uns auf“, schimpfte Dardai.©
Die Verärgerung bestimmte auch ungeachtet der Stabilisierung im zweiten Durchgang seine Gesamtbilanz: „St. Pauli war auf dem Topniveau, auf dem wir noch nicht sind.“
Reese denkt schon an achtbaren Saisonausklang
Zu der Erkenntnis passte auch die wohl endgültige Abschreibung aller Erstliga-Ambitionen durch Fabian Reese. "Wir hatten etliche Chancen, um vielleicht noch einmal das Momentum zu erzwingen. Das haben wir nicht geschafft – das ist die nackte Wahrheit“, meinte der Stürmer auf der Vereinshomepage mit Blick auf die beinahe schon wieder außer Sichtweite geratene Aufstiegszone.
Für das Duell der Bundesliga-Absteiger am Sonntag gegen Schalke 04 forderte Reese bereits die Einleitung eines achtbaren Saisonausklangs. "Wir müssen das nächste stets als das wichtigste Spiel annehmen, bestmöglich performen und im Optimalfall drei Punkte holen“, mahnte der 26-Jährige: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dennoch nach wie vor alles reinzulegen. Ehrliche Arbeit, Grundtugenden sowie Leidenschaft müssen dabei im Fokus stehen.“