Offiziell! Stefan Kuntz beerbt Boldt als HSV-Sportvorstand

Wird Jonas Boldt beim Hamburger SV durch Stefan Kuntz ersetzt? Ja! Am späten Dienstagnachmittag bestätigte der Verein, was seit Pfingstmontag in der Gerüchteküche brodelte. Der bisherige Sportvorstand räumt seinen Posten nach fünf Jahren, in denen der HSV jedes Mal knapp an der Rückkehr in die Bundesliga scheiterte. Nun bekommt der zweifache U21-Europameister die Chance.

"Jonas hat hier vieles aufgebaut"

Am vergangenen Donnerstag hat der Aufsichtsrat vom Hamburger SV offensichtlich einmal Gespräche mit Jonas Boldt geführt, zum anderen aber auch mit Stefan Kutz. Das Kontrollgremium entschied sich letztendlich für den 61-jährigen Ex-Coach der deutschen U21-Auswahl und ehemaligen Chefrainer der türkischen A-Nationalmannschaft. "Wir haben unseren sehr detaillierten Analyseprozess abgeschlossen und sind zur Entscheidung gekommen, dass wir nach dem sechsten verpassten Aufstieg in Folge einen neuen sportlichen Impuls brauchen und wollen", begründet Aufsichtsratsvorsitzender Michael Papenfuß die Entscheidung.

Boldt erfuhr sein Aus auf persönlichem Wege. "Wir wissen um Jonas‘ Verdienste, entsprechend groß fällt der Dank für seine geleistete Arbeit auch außerhalb des Kernthemas Sport aus. Jonas hat hier vieles aufgebaut", lässt Papenfuß nicht unter den Tisch fallen. Entsprechend gab es wohlgemeinte Abschiedsworte von Boldt: "Es war eine herausfordernde und schöne Zeit, in der wir viel bewegt, gekämpft und ich auch sehr viel gelernt habe. Neben der nach wie vor großen Enttäuschung, dass uns der Aufstieg nicht gelungen ist, verbleibt ein positives Gesamtgefühl." Sein Dank, es sei ihm eine Ehre gewesen, geht "an die HSV-Community, Fans und Partner und insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle".

Erstmals seit 2016 wieder auf Vereinsebene

Mit Stefan Kuntz übernimmt nach fünf Jahren ein neuer Mann den Posten des Sportvorstands. Der 61-Jährige war zuletzt als Auswahltrainer unterwegs, hat aber Erfahrungen als Sportlicher Leiter der TuS Koblens (2005-2006) und des VfL Bochum (2006-2008) vorzuweisen. Acht Jahre lang war er danach Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern sowie Vorstandsmitglied bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Papenfuß ist von der Verpflichtung des 61-Jährigen überzeugt: "Stefan kommt aus dem Fußball, hat Managementerfahrung und wird hier aufgebaute Strukturen und Verantwortlichkeiten finden und soll diese fokussiert weiterentwickeln. Dabei wird er sich neben Vorstand Dr. Eric Huwer auf eine starke Führungsriege verlassen können."

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