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Alles, was ihr zum 16. Spieltag wissen müsst

IMAGO / Eibner

Nur noch sechs Mal schlafen gehen, dann ist das Zweitliga-Jahr schon wieder Geschichte. Das Gute: Ab Dienstag rollt an jedem Tag der Ball. Nun heißt es für die Mannschaften "Zähne zusammenbeißen" und im Endspurt alle Kräfte mobilisieren. liga2-online.de wirft einen Blick auf den 16. Spieltag.

Die Ausgangslage

Mit Jens Härtel hat es den vierten Trainer in dieser Saison erwischt, der von seinen Aufgaben freigestellt wurde. Am Sonntag war für den 53-Jährigen beim F.C. Hansa Rostock Schluss. Seinen Posten hat seit Montag Patrick Glöckner inne, der so gut wie keine Anlaufzeit bekommt. An der Tabellenspitze marschierten der SV Darmstadt 98 (1:0 gegen Hannover) und der Hamburger SV (3:1 gegen Regensburg) weiter. Der 1. FC Heidenheim holte sich mit dem 3:0 im direkten Duell den dritten Platz vom SC Paderborn.

Im Tabellenkeller musste Arminia Bielefeld (2:3 gegen Kaiserslautern) den nächsten Rückschlag hinnehmen. Auch der 1. FC Nürnberg (1:2 gegen Magdeburg) steht nun unter dem Strich und kommt nach dem Trainerwechsel nicht in Fahrt. Die Magdeburger und Greuther Fürth (1:0 gegen Braunschweig) konnten immerhin kurz Luft holen.

Fünf Spiele im Fokus

Kaiserslautern gegen Karlsruhe: Welche Serie wird reißen?

Spannung und viele Emotionen sind garantiert! Am Dienstag empfängt der 1. FC Kaiserslautern den Karlsruher SC zum hitzigen Südwest-Derby. Während die Mannen vom Betzenberg seit drei Monaten auf einen Heimsieg warten, will der Kontrahent aus Baden seine Serie von vier Niederlagen in Folge endlich beenden und wieder punkten. Die Roten Teufel gehen nach sieben Punkten aus drei Partien mit Selbstvertrauen in das letzte Heimspiel des Jahres. Zudem verlor der FCK das letzte Mal im Oktober 1992 daheim gegen den KSC. Diese Bilanz soll natürlich ausgebaut werden.

Beim Team von Trainer Christian Eichner ist hingegen der Wurm drin. Neben dem Aus im DFB-Pokal beim SV Sandhausen gab es in den vergangenen Wochen vier Ligapleiten in Folge, beim jüngste Heimspiel gegen Holstein Kiel gab es mit dem 1:4 eine ordentliche Tracht Prügel. Ein Erfolg auf dem Betzenberg würde helfen, die Wunden zu lecken. Und auch, die tabellarische Situation aufzuhübschen. Zwei Punkte sind es nur noch auf einen Abstiegsplatz.

Gelingt Glöckner der Traumeinstand? Krisenduell zwischen Rostock und Nürnberg

"Neue Impulse" wollten sie an der Ostsee. Deshalb wurde Jens Härtel am Sonntag als Trainer des F.C. Hansa Rostock entlassen. Nicht nur die 0:1-Heimpleite gegen den SV Sandhausen wurde ihm zum Verhängnis. Am Montag wurde mit Patrick Glöckner gleich der Nachfolger präsentiert. Der Ex-Mannheim-Coach hat nur zwei Tage, um die Kogge wieder auf Kurs zu bringen, damit der dringend benötigte Sieg gegen die Franken gelingt. Sonst droht der Absturz ganz tief in den Abstiegsstrudel.

Das Thema Trainerentlassung hatten sie beim FCN auch schon. Mit mäßigem Erfolg. Fünf Punkte holte der Club unter Neu-Trainer Markus Weinzierl aus ebenso vielen Ligaspielen. Nach zwei torlosen Remis gegen Hannover und in Kaiserslautern setzte es am Wochenende eine 1:2-Heimniederlage gegen Magdeburg. Als Folge steht der FCN auf Rang 17 und damit einem Abstiegsplatz. Nachdem es nur einen Sieg aus den vergangenen sieben Partien gab, ist der Druck entsprechend groß.

Paderborn will Kontakt halten – Bielefeld taumelt Richtung Abstieg

Zum zweiten Mal in dieser Saison kassierte der SC Paderborn zwei Pleiten am Stück. Jüngst beide Male gegen ein Spitzenteam: Hamburg (2:3) und Heidenheim (0:3). Deshalb steht die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok, das beste Heimteam der Liga, "nur noch" auf Platz vier, will den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen aber nicht abreißen lassen und deshalb einen Sieg gegen die Krisen-Arminia. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, die SCP-Offensive schart mit den Hufen.

Auch beim DSC – die schlechteste Mannschaft in der Fremde – mussten sie feststellen, dass ein Trainerwechsel nicht immer Erfolg verspricht. Elf Spiele steht Daniel Scherning nun schon an der Seitenlinie der Ostwestfalen. Die magere Bilanz: elf Punkte. Zuletzt gab es die Niederlage in Fürth (0:1) und zu Hause gegen Kaiserslautern (2:3). Vier Punkte liegt die Mannschaft schon hinter dem Abstiegs-Relegationsplatz und darf sich in Paderborn nicht die elfte Niederlage im 16. Spiel erlauben.

Magdeburg empfängt Darmstadt: Selbstvertrauen trifft auch noch mehr Selbstvertrauen

Erst am Donnerstag rollt der Ball in der MDCC-Arena. Magdeburg hat viel Rückenwind und Selbstvertrauen aus den vergangenen drei Partien ziehen können. Denn die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. 3:2 in Hamburg, ein 1:1 gegen Heidenheim und ein 2:1 in Nürnberg. Die Welt bei den Ottostädtern ist in Ordnung, das Team konnte sich von den Abstiegsrängen katapultieren und steht nun zwei Zähler vor diesen.

Doch die kommende Aufgabe könnte schwieriger nicht sein. Schließlich kommt der Tabellenführer und das zweitbeste Auswärtsteam der Liga. Und wenn es um den Glauben in die eigene Stärke geht, macht den Hessen keiner was vor. Fast vier Monate liegt die letzte Niederlage zurück, seit 16 Pflicht-Spielen sind die Lilien unbesiegt. Am vergangene Freitag gab es den 1:0-Erfolg gegen Hannover und damit die Verteidigung des ersten Platzes. Sechs Punkte liegen schon zwischen der Truppe von Coach Torsten Lieberknecht und Platz vier.

Hannover gegen Düsseldorf: Wird ein Jäger zum Gejagten?

Es wäre die Chance gewesen, zu beweisen, dass die Roten schon mit den ganz großen der Liga mithalten können. Doch in Unterzahl mussten sich die Niedersachsen dem Ligaprimus aus Darmstadt geschlagen geben. Dennoch liegt der ambitionierte Klub nur drei Punkte hinter Rang drei. Dafür sorgten die zuvor sieben geholten Punkte aus drei Partien. Es ist noch nichts verloren. Ein Sieg im Verfolgerduell und es sieht eventuell noch besser aus.

Eine noch bessere Ausgangslage haben sich die Fortune in den vergangenen Wochen erspielt. Dank der Siege gegen Karlsruhe (2:0), Kiel (2:1) und St. Pauli (1:0) sind die Rheinländer auf Rang fünf und sitzen den Teams aus Paderborn (punktgleich) und Heidenheim (ein Zähler mehr als die Fortuna) im Nacken. Mit einem Sieg würde ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Und patzt die Konkurrenz winkt sogar Platz drei.