Alles, was ihr zum 28. Spieltag wissen müsst

Die letzten 20 Prozent der Saison stehen an! In wenigen Wochen ist klar, wer auf- und wer absteigt. Am 28. Spieltag kämpfen zwei Teams um den Anschluss an Aufstiegs-Relegationsplatz. Die halbe Liga befindet sich hingegen noch im Abstiegskampf - für viel Spannung ist gesorgt. liga2-online.de wirft einen Blick auf die kommende Runde.

Die Ausgangslage

Durch einen 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn konnte der SV Darmstadt 98 seinen Vorsprung auf Platz drei ausbauen, da der 1. FC Heidenheim mit 0:1 dem FC St. Pauli unterlag. Die Kiezkicker blieben das Team der Stunde, holten den zehnten Sieg in Folge und stehen nur noch vier Punkte hinter Rang drei. Mit einem klaren 6:1 gegen Hannover 96 holte sich der Hamburger SV den zweiten Rang zurück, liegt zwei Zähler vor Heidenheim. Fortuna Düsseldorf verpasste mit einem 2:2 den Sieg bei Arminia Bielefeld und somit das Heranrutschen auf Platz drei. Sieben Punkte trennen die Rheinländer vom Relegationsrang.

Am Tabellenende kassierte der SV Sandhausen den nächsten Rückschlag. Mit 0:2 unterlag die Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth, liegt sechs Punkte hinter Platz 16 und stellte Tomas Oral nach nur sechs Partien wieder als Trainer frei. Auch Hansa Rostock kassierte die nächste Pleite, unterlag zu Hause Holstein Kiel mit 2:3. Zwei Zähler trennen die Kogge vom Relegationsrang. Den hat aktuell Jahn Regensburg inne. Die Oberpfälzer trennten sich 2:2 vom 1. FC Magdeburg, der dadurch als Zwölfter fünf Punkte vor dem SSV bleibt. Einen wichtigen Sieg holte Eintracht Braunschweig mit dem 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der BTSV steht somit weiterhin zwei Punkte vor dem Relegationsplatz.

 

Fünf Spiele im Fokus

Findet Hansa in Paderborn wieder in die Spur?

Nach der Pleite in Darmstadt ist es für die Ostwestfalen am Samstag wohl die letzte Chance, bei einem eigenen Sieg und Patzern der Konkurrenz den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen herzustellen. Acht Punkte liegt das Team von Trainer Lukas Kwasniok aktuell hinter Rang drei. Es müsste der Start einer neuen Siegesserie sein, denn die Ausbeute von fünf Punkten aus sechs Partien reicht mitnichten, um oben anzugreifen.

Ebenfalls nicht ausreichen für den Klassenerhalt wird die Quote von einem Zähler aus sieben Partien, wie es bei Hansa aktuell der Fall ist. Neu-Trainer Alois Schwartz kassierten in seinen ersten beiden Spielen Niederlagen. Am vergangenen Wochenende reichte auch eine Führung nicht aus, da Kiel in wenigen Minuten unmittelbar vor und nach der Halbzeitpause drei Tore erzielen konnte. Die Angst, in der kommenden Saison wieder in der 3. Liga antreten zu müssen, wird Woche für Woche größer. Der schwachen Darbietung der vergangenen Monate fiel am Ostermontag auch Martin Pieckenhagen zum Opfer, der als Sportdirektor gehen musste.

Magdeburg will Sandhäuser Schwäche ausnutzen

Die Bilanz des FCM in den vergangenen Wochen liest sich ordentlich: Dank elf Punkten aus sechs Partien liegt die Mannschaft als Zwölfter fünf Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Ärgerlich war für die Blau-Weißen jedoch, dass zuletzt in Regensburg eine zweifache Führung nicht für den Sieg gereicht hatte. Der soll nun am Samstag gegen den Krisen-Klub aus Sandhausen gelingen. Dann könnte der Vorsprung auf die Abstiegsregion weiter anwachsen.

Nur sechs Partien bekam Tomas Oral als Trainer des SV Sandhausen. Nach dem 0:2 gegen Fürth war für den 49-Jährigen schon wieder Schluss. Auch er konnte dem Team im Abstiegskampf keine frischen Impulse geben. Nun sollen die Co-Trainer Gerhard Kleppinger und Oscar Corrochano das Ruder herumreißen und die Punkte für den Klassenerhalt holen. Sechs Punkte sind es jedoch schon auf Rang 16. Und nur zwei Punkte aus neun Partien machen wenig Mut, dass dieser Rückstand aufgeholt werden kann.

Ärgert der FCK den HSV erneut?

Erst einen Sieg holten die Pfälzer in den vergangenen zwei Monaten, dennoch wurde der Klassenerhalt mit Blick auf die 40-Punkte-Marke erreicht. Und das einige Spieltage vor dem Ende. Dementsprechend überwiegt die Zufriedenheit trotz nur fünf Punkten aus acht Partien. Im Hinspiel sicherte sich der FCK durch einen späten Treffer einen Punkt. Gern würde der Aufsteiger dem großen HSV im Topspiel am Samstagabend erneut ein Bein stellen und die Ungeschlagen-Serie vor heimischem Publikum auf sieben Partien ausbauen.

Der HSV hat seine kleine Durststrecke von drei Partien ohne Sieg und nur zwei Punkten beendet und sich mit einem 6:1 gegen Hannover zurückgemeldet. Da Heidenheim verlor, sind die Norddeutschen zurück auf Rang zwei - und möchten diesen natürlich liebend gern verteidigen. Ein Sieg am Betzenberg würde da natürlich helfen, um auch schwungvoll ins Hamburg-Derby am 29. Spieltag zu gehen.

St. Pauli durch Mega-Serie im Aufstiegsrennen

Die Kiezkicker sind weiterhin nicht zu stoppen. Auch der ehemals Tabellenzweite aus Heidenheim war der Wucht der Hamburger nicht gewachsen und musste sich mit 0:1 geschlagen geben. St. Pauli holte so den zehnten (!) Sieg in Serie und liegt nur noch vier Punkte hinter den Ostwürttembergern. Da liest sich Eintracht Braunschweig auf dem Papier wie das nächste Opfer der Norddeutschen, die auch nur sechs Punkte hinter dem Rivalen des HSV liegen.

Doch auch der BTSV ist zurzeit gut drauf, holte sieben Punkte aus drei Partien. Der Druck ist dennoch weiterhin groß, liegen die Niedersachsen nur zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz und könnten nach dem Spieltag wieder auf diesem stehen. Doch vielleicht gelingt die Überraschung und St. Pauli kann im eigenen Stadion am Sonntag zumindest ein Punkt abgetrotzt werden.

Düsseldorfs letzte Chance gegen den Tabellenführer

Binnen weniger Minuten hatte die Fortuna die Partie in Bielefeld gedreht, am Ende reichte es dennoch nicht für einen Sieg. Ein großer Rückschlag für den nun Tabellenfünften, der sieben Punkte hinter Platz drei steht. Immerhin ist die Truppe von Trainer Daniel Thioune seit sechs Partien ungeschlagen und untermauert so die Ambitionen, noch einmal oben angreifen zu müssen. Dafür benötigt es jedoch am Sonntag vor heimischem Publikum einen Sieg gegen Tabellenführer Darmstadt. Dann muss sich die Defensive aber sattelfester zeigen. Ist sie mit 36 Gegentoren die schwächste der Top-Sechs-Teams.

Nach dem Mini-Durchhänger mit nur einem Punkt aus drei Partien sind die Hessen wieder obenauf, holten drei Siege in Folge und bauten den Vorsprung auf Rang drei aus. Schon sieben Zähler sind es auf Heidenheim. Platz vier ist elf Punkte entfernt. Mit einem Sieg im Rheinland wäre die Lieberknecht-Mannschaft 17 Punkte vor dem Kontrahenten und hätte diesen aus dem Aufstiegsrennen katapultiert.

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