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Anfang nach Pleite: "Haben es nicht anders verdient"

Nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen Schlusslicht Duisburg sucht der 1. FC Köln nach Erklärungen. Trainer Markus Anfang gesteht indes einen verdienten Sieg des MSV Duisburg gegen sein Team ein.

Hector bemängelt Zweikampfführung

Auch die zweite Saisonniederlage muss der Tabellenführer vor heimischem Publikum hinnehmen. Und wieder schlägt ein vermeintlich schwächerer Gegner zu. Nach dem SC Paderborn, der als Aufsteiger bereits im September das Rhein-Energie-Stadion mit einem fulminanten 5:3 enterte, feiert auch der MSV Duisburg einen nicht unverdienten Auswärtserfolg beim Aufstiegsfavoriten – und damit seinen ersten Saisonsieg überhaupt. Zwar geht der 1. FC Köln weiterhin als Tabellenführer in die Länderspielpause, nach der Pleite gegen Duisburg waren die FC-Spieler dennoch bedient.

Kapitän Jonas Hector, der zwischenzeitlich per Kopf für den Ausgleich (35.) sorgte, fühlte sich nach dem Spiel vom Gegner "ein Stück weit niedergekämpft": "Wir waren von Anfang an nicht in den Zweikämpfen und haben den Gegner zu Torchancen eingeladen", bemängelt der Nationalspieler über die Vereinsseite die mangelnde Durchschlagskraft seines Teams im Spiel ohne Ball.

Anfang sieht verdiente Niederlage

Dabei hätte der FC durchaus Gelegenheiten gehabt, in Führung zu gehen. Doch die Rheinländer verpassten es in einer Drangphase zwanzig Minuten vor Schluss, das Spiel zu ihren Gunsten zu gestalten und fingen sich stattdessen einen Konter zum 1:2. Entsprechend enttäuscht zeigte sich auch Timo Horn, der sogar "eine der schlechtesten Leistungen" seiner Mannschaft in diesem Jahr beklagt: "Dass wir viel besseren Fußball spielen können, ist klar. Insgesamt ein ganz gebrauchter Tag. Wenn der Erste gegen den Letzten verliert, ist das natürlich nicht zufriedenstellend."

Nun gilt es in den kommenden 14 Tagen Aufbauarbeit zu leisten, um den FC weiterhin für das Unternehmen Wiederaufstieg in der Spur zu halten. Hauptverantwortlich dafür, Trainer Markus Anfang, der die Pleite gegen die Zebras am Montagabend nüchtern anerkennt: "Du brauchst 90 gute Minuten, um so ein Spiel zu gewinnen, da reichen keine 45. Deshalb haben wir es auch nicht anders verdient."

In 14 Tagen kann sich der FC schon wieder rehabilitieren. Für Markus Anfang in jedem Fall ein brisantes Spiel, geht es doch zu seinem Ex-Verein nach Kiel.