Arminia ruft den Abstiegskampf aus: "Ärger, Wut und Enttäuschung"

Arminia Bielefeld steckt weiter im Tabellenkeller fest, bleibt nach der 1:2-Heimpleite gegen den Karlsruher SC auch Tabellenletzter in der 2. Bundesliga und ruft den Abstiegskampf aus. Vor allem im ersten Durchgang enttäuschte der Absteiger auf ganzer Linie und musste sich ein Pfeifkonzert der Fans gefallen lassen. Alle waren sich einig, dass der DSC so nicht die Klasse halten wird.

"Nicht das, was die Menschen hier verdienen"

"Fakt ist: Das reicht einfach nicht. Es wird einfach an der Zeit, dass wir das Puzzle zusammensuchen. Emotional dreht sich gerade das Gefühlskarussell aus Ärger, Wut und Enttäuschung", fand Arminia-Schlussmann Martin Fraisl deutliche Worte. Und der 29-jährige Österreicher fügte noch eine wichtige Botschaft an seine Mitspieler an: "Wir müssen den Kampf um den Klassenerhalt noch intensiver annehmen und unser Spiel darauf ausrichten." Das, was die Mannschaft gegen den KSC gezeigt habe, "ist nicht das, was die Menschen hier verdienen. Ich kann die Pfiffe verstehen. Wir sitzen alle in einem Boot. Es wird nur darum gehen, die Liga zu halten und ein Fundament für den nächsten Jahre bei Arminia Bielefeld aufzubauen".

Im ganz schwachen ersten Durchgang erzielte Fabian Schleusener die Führung für die Badener (43.). Den Hausherren war bis dahin erschreckend wenig eingefallen. Zwar brachte Janni Serra sein Team mit einem starken Abschluss wieder zurück in die Partie (52.), doch nur zwei Minuten später erzielte Marvin Wanitzek für die Gäste die erneute Führung. "Das war keine bittere Niederlage, sondern eine verdiente. Wir waren in der ersten Halbzeit gefühlt gar nicht auf dem Platz", sagte Serra. "Die erste Halbzeit war schlimm, keine Frage. Wir müssen weiter arbeiten, es hilft alles nicht." Der Angreifer weiter: "Wir müssen uns den Arsch aufreißen - dass die Fans unzufrieden sind und pfeifen ist vollkommen normal."

"Da war keine Leidenschaft"

Auch Trainer Daniel Scherning, der bislang acht Punkte in sieben Spielen holte, war bedient und enttäuscht: "Gute 15 oder 20 Minuten reichen nicht, um ein Spiel zuhause zu gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir ganz viel vermissen lassen, um zu gewinnen - da war keine Leidenschaft, wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen und hatten nicht die Haltung, die es braucht, um ein Heimspiel zu gewinnen." Keiner seiner Spieler sei im ersten Durchgang "an seine Leistungsgrenze gekommen".  Man müsse sich nun "klar hinterfragen, weil solch eine Leistung wie im ersten Abschnitt einfach nicht geht".

Weiter gehts für den Tabellenletzten, der nach dem Spieltag im schlimmsten Fall drei Punkte Rückstand auf Rang 15 haben wird, am kommenden Samstag mit einem Auswärtsspiel bei Hannover 96.

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