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"Auch in Hamburg ist etwas drin": Hansa selbstbewusst zum HSV

© IMAGO / Fotostand

Zum Abschluss der Hinrunde ist der F.C. Hansa Rostock an der Elbe beim Hamburger SV gefordert. Auch dort will der Aufsteiger einmal mehr unter Beweis stellen, dass er in dieser Liga bei jedem Gegner konkurrenzfähig ist. Die halbe Miete zur bekannten 40-Punkte-Marke ist schließlich fast geschafft.

Vorfreude auf HSV-Spiel

In der Saison 2017/18 musste der FC Erzgebirge Aue einmal mit 40 Punkten auf dem Konto in die Zweitliga-Relegation. Normalerweise gilt diese Marke jedoch als sichere Punktzahl für den Klassenerhalt, den viele Teams im Keller erreichen wollen. Mit 19 Zählern nach 16 Spielen hat die Hansa-Kogge demnach die Hälfte der nötigen Punkte bereits eingefahren. "Wir wollen den 20. Punkt holen, vielleicht sogar zwei mehr", gab Cheftrainer Jens Härtel nun vor dem letzten Hinrunden-Spiel beim Hamburger SV als Marschroute aus.

Angst haben die Ostseestädter bei der Auswärtsfahrt nach Hamburg nicht. "Grundsätzlich ist das ein großer Verein mit vielen Mitgliedern in einer Millionenstadt, die natürlich andere Ansprüche haben. Da war klar, dass wir uns im letzten Mai auf solche Spiele gefreut haben", blickte Härtel auf die Vorfreude zurück, die mit dem Aufstieg der Kogge in die 2. Bundesliga einherging. Dass das Spiel nun vor einer Kulisse von 15.000 Zuschauern ausgetragen werden kann, sah der Hansa-Coach als kleinen Wehmutstropfen. "Es ist ein bisschen ärgerlich, dass das Stadion nicht voll sein wird."

"Das wurmt uns"

Im Fokus der Rostocker steht ohnehin das Geschehen auf dem Rasen, nur Nik Omladic (Fußverletzung) wird neben den Langzeitverletzten nicht antreten können. "Die Saison hat gezeigt, dass auch in Hamburg etwas drin ist", zeigte sich Härtel selbstbewusst. "Wir fahren nicht hin, um Punkte abzugeben", verdeutlichte der Hansa-Coach. Zumal die Kogge sich noch über die vergangenen Partien ärgert – nur zwei Zähler gab es aus den engen Duellen mit Aue, Paderborn und Ingolstadt.

"Wir schauen auf unsere Punkte und sind jetzt natürlich ein bisschen sauer auf die letzten drei Spiele, weil ein stückweit mehr drin war für uns. Das wurmt uns", ärgerte sich Härtel gemeinsam mit seiner Mannschaft. Dennoch wird die Aufgabe in Hamburg herausfordernd, schließlich habe der HSV "generell erst zwei Spiele verloren". Dennoch hat Rostock in dieser Saison immer wieder gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können. "Es war wichtig für uns, zu sehen, dass wir konkurrenzfähig sind. Das wollen wir auch in Hamburg beweisen", so Härtel. Den verletzten Omladic wird der Coach möglicherweise mit Haris Duljevic ersetzen, der bei der Kogge zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt habe.