Aue-Comeback für Breitkreuz: Stammspieler nach 17 Monaten Verletzung
535 Tage lagen zwischen dem letzten Einsatz von Steve Breitkreuz und seinem Comeback in dieser Saison. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung sprach der Innenverteidiger nun über die 17 Monate ohne Profi-Spiel, in denen vor allem eine Sache schwierig war - die Ungewissheit. Auch Überlegungen zu einem Karriereende waren deshalb dabei.
"Damit habe ich nicht gerechnet"
Knieprobleme sorgten in der Karriere von Innenverteidiger Steve Breitkreuz für lange Pausen, doch am 4. Spieltag dieser Saison stand der 28-Jährige gegen Heidenheim erstmals nach 17 Monaten wieder im Kader. Drei Tage später folgte der erste Einsatz gegen den HSV - und das direkt von Beginn an. Seitdem hat sich Breitkreuz auch schon in der Startelf festgespielt. "Ein großartiges Gefühl. Damit habe ich nicht gerechnet", beschrieb der 28-Jährige seine Gefühlswelt nach dem Comeback und ließ einblicken, dass ihn schon ein Kurzeinsatz glücklich gemacht hätte. Die Einsatzzeit spricht für den Innenverteidiger: "Dass ich dreimal spielen durfte, zeigt, dass ich nichts geschenkt bekomme und ich mir das auch erarbeitet habe."
Der Körper müsse sich nach langer Pause nun erst einmal wieder an den Profi-Sport gewöhnen, die Regenerationszeit bei den fitteren Kollegen ist kürzer. "Trotzdem versuche ich, jede Woche alles rauszuhauen und fühle mich gut", kann sich Breitkreuz darüber freuen, dass er überhaupt wieder gegen den Ball treten kann. Das war während der Verletzungspause nicht garantiert - sodass Gedanken um ein vorzeitiges Karriereende nicht abwegig waren: "Es gab schon Tage, wo es kein Licht am Ende des Tunnels gab und der Gedanke in mir aufkam." Nun stand Breitkreuz aber über 270 Minuten auf dem Platz, das Karriereende ist weit weg.
Dank an Unterstützer
Schwierig war die Situation für den Innenverteidiger gerade wegen der Ungewissheit. "Ich hatte schließlich keinen strukturellen Schaden, sodass man nicht sagen konnte, wie lange es dauert. Mir hat eine gewisse Prognose gefehlt, deswegen war es sehr schwer", blickt Breitkreuz auf die lange Wartezeit zurück. Motivation erhielt er durch Familie und enge Freunde, aber auch durch den guten Zuspruch vieler Fans. Eine Geste, die Breitkreuz zu schätzen weiß: "In so einer Situation ist es schon wichtig, Leute um sich zu haben, die mehr den Menschen schätzen anstatt den Fußballer. Am Ende ist es immer noch ein Spiel." Und in diesem Spiel ist der 28-Jährige nun wieder voll dabei.