Aue gibt Sieg spät aus der Hand: "Gefühlte Niederlage"

Bis zur 89. Minute sah der FC Erzgebirge Aue wie der sichere Sieger aus, kassierte dann aber noch zwei Gegentreffer und musste ein 3:3 beim SC Paderborn hinnehmen. Natürlich fühlte sich der Punkt wie eine gefühlte Niederlage für die Sachsen an. Dennoch schöpfte Trainer Pavel Dotchev neuen Mut.

"Es hat alles gepasst bis auf das Ergebnis"

Innerlich wird Pavel Dotchev bei der Rückkehr an alte Wirkungsstätte (zwei Mal Trainer und acht Jahre Spieler) diesen Sieg schon verbucht gehabt haben. Bis kurz vor Anbruch der Nachspielzeit lagen die Gäste mit 3:1 in Front, hatten Gegner und Spiel im Griff. Doch nach zwei Standardsituationen kamen die Hausherren beide Male zu einem Treffer, glichen durch Kemal Ademi (89.) und Marcel Correia (90.+2) doch noch aus. "Gerade als du denkst, es läuft in die richtige Richtung", so Dotchev im Nachgang.

"Trotz einer guten Leistung war es eine gefühlte Niederlage", so der 56-Jährige. "Es waren auch gut herausgespielte Tore. Es hat alles gepasst bis auf das Ergebnis." Denn, das ist klar, "ein Punkt ist zu wenig". Mit einem Spiel mehr liegen die Veilchen neun Punkte hinter Platz 16, der zumindest die Relegation gegen einen Drittligisten bedeuten würde. "Wir müssen viele positive Sachen mitnehmen, das ist für mich wichtig. Denn noch sind 30 Punkte zu vergeben", gab sich der Deutsch-Bulgare kämpferisch.

"Haben uns nicht beeindrucken lassen"

Und Mut machten ihm am Freitagabend einige Dinge. "Wir haben sehr gut angefangen, immer wieder sehr gute Nadelstiche gesetzt." Zwei Mal trafen die Gäste sogar das Aluminium und verpassten die Führung. "Wir haben es nicht geschafft, uns für den Aufwand zu belohnen." Und dann kam der Nackenschlag, Paderborn ging mit der ersten Chancen durch Dennis Srbeny in Führung (27.). "Wir sind weiter aktiv geblieben, haben uns nicht durch Ergebnis beeindrucken lassen", lobte der FCE-Coach. "Wir haben offensiv gespielt, haben unsere Chancen erarbeitet und hochverdient das Spiel gedreht."

Nur sieben Minuten brauchte das Kellerteam, um aus einem 0:1 ein 3:1 zu machen. Dimitrij Nazarov zweifach per Elfmeter (63./70.) und Ben Zolinski (65.) drehten die Partie. Alles sah nach dem ersten Sieg seit dem 20. November aus. Stattdessen gab es den zweiten Punkt aus den vergangenen zehn Partien. Weiter gehts für die Veilchen am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg.

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