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Aue: Schuster wehrt sich gegen Kritik

© imago images / osnapix

Bei Erzgebirge Aue weht nach zuletzt vier Spielen in Serie ohne Sieg ein rauerer Wind. Chefcoach Dirk Schuster hält aufgekommene Kritik an seinen Trainingsmethoden allerdings für ungerechtfertigt und weist entsprechende Vorwürfe zurück.

"Ein Urteil kann sich keiner erlauben“

Da stehe ich drüber und gebe nichts darauf. Ich weiß nicht, wer das beurteilen kann und wie das beurteilt wird“, meinte Schuster vor dem nächsten Punktspiel seines Teams am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Darmstadt 98 in der Bild-Zeitung zu Vorhaltungen in regionalen Medien über zu lasche Trainingsinhalte: "Wir hatten in letzter Zeit wenig Trainingsgäste. Ein Urteil über Trainingsinhalte, Dauer, Umfänge und Trainingshäufigkeit kann sich deshalb gar keiner großartig erlauben.“

Die Chemnitzer Morgenpost hatte Schusters Anforderungen an sein kickendes Personal angesichts der anhaltenden Erfolglosigkeit während der Länderspielpause hinterfragt. Das Blatt berichtete zudem, dass sich Spieler aus der zweiten Reihe unterfordert fühlen würden.

Coach sieht Mannschaft "auf dem Damm“

Schuster sieht die Vorwürfe durch mehrere Auswertungen der bisherigen Saisonspiele widerlegt. "Die statistischen Fakten bei den Leistungen zeigen, dass wir in dieser Saison eine Mannschaft haben, die absolut auf dem Damm ist“, erklärte der 52 Jahre alte Ex-Profi.

Laut Bild bewegen sich Aues Werte in den Kategorien Läufen und Sprints tatsächlich im guten Durchschnittsbereich. Philipp Riese ist außerdem der bislang laufstärkste Profi im Unterhaus.

Gute Fitness dürfte gegen Darmstadt auch die wichtigste Voraussetzung zur Beendigung der Misere sein. Durch einen Erfolg könnten die zunächst gut in die Saison gestarteten Sachsen wieder zu den oberen Tabellenregionen aufschließen, eine Niederlage allerdings würde das derzeit nich zwei Punkte betragende Polster zur Abstiegszone weiter zusammenschmelzen lassen.