Aue verteilt auswärts Geschenke: "Brauche ich nichts zu zu sagen"

Auswärts zeigt der FC Erzgebirge Aue oftmals ansprechende Leistungen, doch der Ertrag in der Ferne ist bislang überschaubar. In Fürth setzte es eine 0:3-Niederlage für die Veilchen, die Cheftrainer Dirk Schuster in ihrem Zustandekommen nicht unverdient fand. Dazu zeigte die Partie dem Übungsleiter aber auch auf, woran es noch für die Auer zu arbeiten gilt.

"Durch eigene Fehler kaputt gemacht"

Im Frankenland kassierte Aue bereits die fünfte Auswärtsniederlage in dieser Saison, was Cheftrainer Dirk Schuster am Freitagabend schlichtweg mit der Fürther Spielweise begründen konnte: "Ich glaube, dass der Sieg verdient war, weil auf Seiten der Fürther eine hohe individuelle Qualität da ist." Trotzdem sei das Spiel der Veilchen nicht schlecht gewesen, lediglich die Art und Weise der Gegentore gefiel Schuster überhaupt nicht. Grundsätzlich war der FCE aber auf dem Platz: "Über weite Strecken des Spiels haben wir es trotzdem geschafft, den Kombinations- und Zwischenraumfußball zu unterbinden."

Das Unglück nahm mit den gegentoren seinen Lauf. Zuerst fälschte Florian Ballas die Kugel unhaltbar ins eigene Netz ab, danach fehlten Dirk Schuster beim zweiten Gegentreffer sie Worte: "Das haben wir selbst gemacht, da brauche ich nichts zu zu sagen." Louis Samson unterlief ein Fehler bei der Ballannahme vor dem eigenen Strafraum, der Rest war leichtes Spiel für die Fürther. Schuster war bedient: "Wir hatten uns einiges vorgenommen und waren auch von der ersten Minute relativ gut im Spiel, aber durch eigene Fehler haben wir uns das kaputt gemacht."

Schusters Verbesserungspotential

Letzten Endes fehlte dem FCE in diesem Spiel die "Qualität, Kaltschnäuzigkeit und Effizienz", die der Gegner auf den Platz brachte und an denen Aue scheiterte. Bezeichnend war für den Cheftrainer ein direkter Vergleich der Spielweisen: "Wenn man die Umschaltbewegungen sieht, die wir im Spiel hatten, waren die relativ schnell beendet. Auf Fürther Seite sah das ein bisschen anders aus." Daran will der Coach weiterhin arbeiten, denn - wieder einmal - war der FCE trotz deutlicher Pleite nicht die deutlich unterlegenere Mannschaft.

Ein Sonderlob bekamen Youngsters wie Sascha Härtel oder Antonio Jonjic, die Schuster als Joker brachte. Beide würden "die 2. Bundesliga annehmen" und das machte dem Übungsleiter Hoffnung auf bessere Zeiten - auch auf fremden Plätzen. Mit 28 Punkten nach 19 Spielen steht der FCE aktuell im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Nächsten Freitag (18:30 Uhr) empfangen die Veilchen zuhause den Hamburger SV.

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