Ausblick: Paderborn will die positive Entwicklung weiter fortsetzen

Mit 29 Punkten nach 19 Spieltagen steht der SC Paderborn derzeit auf einem guten siebten Tabellenplatz. Wenn die Ostwestfalen am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln in das Pflichtspieljahr 2014 starten, geht es vor allem darum, die zuletzt begonnene positive Entwicklung weiter fortzusetzen. Zwar musste der SCP in der bisherigen Saison durchaus einige Tiefschläge hinnehmen, wie zum Beispiel das bittere Pokalaus beim Drittligisten Saarbrücken, dennoch zeigt der Trend der Paderborner nach oben. Im Folgenden nimmt liga2-online.de die Winter-Vorbereitung des SCP genauer unter die Lupe wagt eine Prognose auf die weitere Saison.

Testspiel-Erfolge gegen Spitzenmannschaften

In der Winterpause zog es den SCP in das türkischen Side. Neben den beiden täglichen Trainingszeiten standen auch die Arbeit im Kraftraum sowie gemeinschaftliche Projekte auf dem Programm. Aber auch sportlich wurde die Mannschaft in drei Testspielen gefordert. Zunächst ging es gegen den österreichischen Europa League-Teilnehmer Rapid Wien. Elias Kachunga schoss den SCP in Führung, die Wiener konnten jedoch kurz vor der Pause ausgleichen. Cheftrainer André Breitenreiter, der seinen Vertrag am vergangenen Freitag vorzeitig bis 2016 verlängerte, war mit dem ersten Auftritt dennoch zufrieden: "Trotz müder Beine haben sich unsere Spieler gut bewegt und die besseren Chancen herausgespielt". In der zweiten Partie traf der SCP auf den russischen Erstligisten Rubin Kasan. Während der Favorit mit 1:0 in Führung ging, übernahmen die Schwarz-Blauen in der 2. Halbzeit das Kommando und drehten die Partie nach Tore von Rick ten Voorde, der sich als Gewinner der Winter-Vorbereitung bezeichnen darf, und Marc Vucinovic zum 2:1. Im Nachlauf dieser Partie wurden jedoch Manipulations-Vorwürfe laut, in die die Paderborner unwissentlich mit hineingezogen wurden. Der dritte und letzte Test ging gegen den 1.FC Kaiserslautern trotz doppelter Führung mit 2:3 verloren. Deutlich besser verlief die Generalprobe in der heimischen Benteler-Arena, als die zweite Mannschaft des VfL Osnabrück deutlich mit 5:0 besiegt wurde. Kachunga (3x), ten Voorde (Elfmeter) und Wurtz (Elfmeter) erzielten die Tore.

Transfermarkt: Zwei kamen, zwei gingen

Auf dem Transfermarkt blieb der SCP, anders als zunächst geplant, nicht untätig. Nachdem Diego Demme überraschend zum Drittligisten RB Leipzig wechselte, wurde mit Marvin Bakalorz schnell ein Ersatz gefunden. Der defensive Mittelfeldspieler ist für ein halbes Jahr vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt ausgeliehen und kämpft zusammen mit Kapitän Markus Krösche und Spielmacher Mario Vrancic um einen von zwei Plätzen auf der "Sechser"-Position. "Ich will wieder über 90 Minuten Fußball spielen. Der Wechsel zum SCP ist relativ schnell über die Bühne gegangen. Jetzt gehe ich die neue Aufgabe mit Vollgas an", so Bakalorz bei der Vorstellung. Auf der Position im defensiven Mittelfeld kam in der bisherigen Saison auch Manuel Zeitz zum Einsatz, er wurde aber für ein halbes Jahr zum Drittligisten Saarbrücken verliehen. Ohne Einsatz hingegen blieb Fabian Scheffer, der bis Sommer 2014 an den Regionalligisten Carl Zeiss Jena ausgeliehen wurde. Auf regelmäßige Einsatzzeiten hofft hingegen Süleyman Koc. Der Stürmer kam in der Winterpause vom Viertligisten SV Babelsberg und möchte sich in der Unistadt neu beweisen, nachdem er zuvor aufgrund von Raubüberfällen zwei Jahre im offenen Vollzug in Berlin verbrachte. "Ich habe Süleyman in persönlichen Gesprächen als netten, ausgeglichenen Menschen kennen gelernt. Er verfügt über großes fußballerisches Potenzial, von dem wir stark profitieren können. Süleyman verdient und braucht Respekt, um seine volle Leistung zu bringen", so SCP-Präsident Wilfried Finke.

An die Leistungen der letzten Partien anknüpfen

Somit gehen die Ostwestfalen mit einem leicht verkleinerten Kader in die weitere Saison. Nach dem schwachen Start in die Saison, als man erst am fünften Spieltag den ersten Sieg feiern konnte und in vielen Partien oft in der letzten Minute noch ein Gegentor kassierte, hat sich die junge Mannschaft von Trainer André Breitenreiter stabilisiert. Anders als sein Vorgänger Stephan Schmidt ist es ihm gelungen, die Spieler in ihren Fähigkeiten (vor allem physisch) weiter zu entwickeln. Die Auswirkungen dieser Arbeit machten sich besonders beim 6:1 gegen Fortuna Düsseldorf und an den zuletzt drei Serien-Siegen bemerkbar. Knüpft der SCP an diese Leistungen an, stellt er die individuellen Fehler im Spiel nach hinten ab und gibt er in jedem Spiel vollen Einsatz, steht einer dauerhaften Platzierung im oberen Tabellenmittelfeld nichts mehr im Wege. Mit dem Abstieg will und wird der Verein nichts zu tun haben. Doch ein Selbstläufer wird der weitere Weg in dieser Saison nicht. In der ausgeglichenen Liga können schon zwei Siege oder zwei Niederlagen das Pendel wieder in eine andere Richtung ausschlagen lassen. Das musste auch der SCP07 bereits erfahren.

FOTO: Noah Wedel // Quellen der O-Töne: Vereinshomepage SCP

 

 

 

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