Auswärts-Derby für Hannover: "Hier treffen und dann rüberfahren"

Auswärtsfahrten brachten Hannover 96 in dieser Saison noch kein großes Glück. Dieses Mal liegen allerdings nur knapp 70 Kilometer zwischen den Spielorten, denn am Samstag (13 Uhr) treffen die Roten im Niedersachsen-Derby auf die Braunschweiger Eintracht. Das Hinspiel konnte Hannover für sich entscheiden.

"Besonderes Spiel"

Beim 4:1-Sieg der Hannoveraner gegen Eintracht Braunschweig schockte der Aufsteiger den ambitionierten Rivalen aus Niedersachsen mit dem Führungstreffer, ehe die Roten aufdrehten und gleich vier Mal erfolgreich waren. Auch vor dem Rückrunden-Spiel machte sich Cheftrainer Kenan Kocak nichts vor - denn die Bedeutung des Derbys war dem Übungsleiter bewusst: "Es ist ein besonderes Spiel, das wissen wir - für unsere Fans, die Stadt, den Verein. Dessen sind wir uns bewusst."

Hannover sei entsprechend "heiß auf das Derby", für das sie sich einmal mehr auf eine Auswärtsfahrt begeben müssen. Bekanntermaßen fühlen sich die Roten in der heimischen Arena wohler. Der Punkteschnitt in der HDI-Arena liegt bei 2,11 Zählern pro Partie - auswärts holten die Hannoveraner gerade einmal einen Punkt pro Spiel. Möglicherweise hilft die kürzere Anreise als psychologischer Trick. Zumindest verriet Kocak, dass sich das Team zunächst in Hannover zusammen käme: "Wir werden uns hier treffen und dann rüberfahren."

Kocak dementiert Zoff mit Zuber

Um die minimalen Chancen auf den Aufstieg weiterhin zu wahren muss Hannover nicht nur die Auswärtsschwäche ablegen, sondern auch das Derby für sich entscheiden. Braunschweig zeigte nach dem Jahreswechsel schwankende Leistungen, hat den Kader aber für den Abstiegskampf aufgerüstet. "Sie waren auf dem Transfermarkt sehr aktiv – auch jetzt in der Winterpause. In ihrer Mannschaft haben sie gute, zweitligaerprobte Jungs. Sie wissen auch, worum es da geht. Es ist eine gute und erfahrene Truppe", warnte der 96-Coach vor dem Gegner, der als Vorletzter der Tabelle mit dem Rücken zur Wand steht.

Hannover wird derweil ohne Winter-Neuzugänge anreisen. "Alle Entscheidungen sind gemeinsam getroffen worden", betonte Kocak, dass er sich gemeinsam mit den 96-Verantwortlichen gegen Wintertransfers entschieden habe - auch in Bezug auf Sportdirektor Gerhard Zuber gäbe es keine Probelme: "Alle Entscheidungen sind gemeinsam getroffen worden. Es ist in keinster Weise so, dass ich den Gerry nicht sehen will oder er mich nicht. Wir rudern in die gleiche Richtung und haben alle ein Ziel: den maximalen Erfolg für Hannover 96." Dieser wäre mit einem weiteren Auswärtssieg sicherlich greifbarer.

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