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"Auswärts eigentlich sehr stabil": FCSP will in Nürnberg nachlegen

© IMAGO / Picture Point LE

In Nürnberg (Sonntag, 13:30 Uhr) will der FC St. Pauli die Tabellenführung verteidigen. Auswärts läuft es für die Hamburger allerdings nicht so rund, wie vor heimischer Kulisse. Trotzdem winkt ein Hinrunden-Rekord – was jedoch keine Rolle in den Gedanken von Cheftrainer Timo Schultz spielt.

Rekord aus der Saison 2011/12

"Davon höre ich heute zum ersten Mal", gestand der Fußballlehrer ein und wird wohl noch einmal einen Blick in das Archiv am Millerntor werfen müssen. Vor genau zehn Jahren erreichten die Kiezkicker eine Rekord-Hinrunde mit 36 Punkten – und landeten mit dieser Punktzahl trotzdem nur auf dem vierten Platz. Angesichts von 29 Punkten in der laufenden Saison und drei ausstehenden Spielen ist der neue Rekord noch möglich. "Für uns ist das nicht wichtig. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so viele Punkte wie möglich holen. Ob dann irgendein Rekord bei rausspringt oder nicht, das spielt für uns keine Rolle", fuhr Schultz fort.

Der Erfolg gibt dem Übungsleiter recht, denn nach einem Ausrutscher in Darmstadt (0:4) konnte sich der FCSP unter der Woche schon wieder gegen Sandhausen (3:1) beweisen. Nun steht das nächste Auswärtsspiel in Nürnberg an – und gerade darin liegt vielleicht die Krux. Auswärts fuhr St. Pauli erst zwei Siege und zwei Unentschieden in sieben Spielen ein. Nicht zu vergleichen natürlich mit der makellosen Heimbilanz (sieben Siege). "Wenn ich alle Halbzeiten zusammennehme, dann waren viele gute dabei. Wir sind auch auswärts eigentlich sehr stabil, haben ab und zu vielleicht mal ne Anfangsphase verschlafen", war die Statistik bei Schultz durchaus bekannt.

FCSP könnte "bisschen Frische" reinbringen

In Nürnberg wird die Herausforderung nicht leichter. "Nürnberg spielt ein ähnliches System wie wir, da müssen wir uns vielleicht was einfallen lassen, wie wir darauf reagieren werden", überlegte sich der 44-Jährige, der beinahe auf das volle Personal zurückgreifen kann. Jakov Medic (Nasen-OP) fehlt weiterhin, hinzu kommen die Langzeitverletzten. Auch hinter Luca Zander steht ein Fragezeichen, sowie hinter dem erneuten Einsatz von Eric Smith. "Wir haben mit Eric Smith, Afeez Aremu und Rico Benatelli drei Jungs, die das auf ganz unterschiedliche Art und Weise interpretieren", ließ sich Schultz offen, welchen Sechser er am Wochenende bringen wolle.

Grundsätzlich ist die erfolgreiche Elf von Mittwoch nicht in Stein gemeißelt. "Wir haben eine Englische Woche und wenn wir schon die Möglichkeit haben, auf der einen oder anderen Position ein bisschen Frische reinzubringen, dann werden wir das auf jeden Fall auch machen", stellte der Cheftrainer klar. Wichtig wird sein, ob die Kiezkicker den FCN knacken können – bei lediglich zwölf Gegentoren stellt Nürnberg die beste Abwehr der Liga. "Sie sind defensiv die stabilste Mannschaft in dieser Saison", respektierte auch Schultz. Dafür wird er sich Lösungen einfallen lassen müssen.