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Bald gegen 96? Eigengewächs Hübers im Fokus von Schalke

© IMAGO / Revierfoto

Hannover 96 muss sich allmählich auf ein weitere Zweitliga-Jahr einstellen, was innerhalb des Kaders für Veränderungen sorgen wird. Neben Genki Haraguchi ist dabei Timo Hübers ein heißes Eisen im niedersächsischen Feuer. Der Klub würde mit dem Eigengewächs gerne verlängern – aber nun könnte der FC Schalke 04 dazwischen grätschen.

Abwehrchef bei Heimatklub

Verpasst Hannover 96 in diesem Sommer den Aufstieg, dann droht der Verlust von Leistungsträgern. Bei Offensivspieler Genki Haraguchi (fünf Tore, sechs Vorlagen) rechnen selbst die kühnsten Optimisten nicht mit einem Verbleib, weil der 29-Jährige bei auslaufendem Vertrag wohl alle Optionen selbst in der Hand hat. Gleiches gilt scheinbar auch für Eigengewächs Timo Hübers, der zuletzt wegen einer Muskelverletzung ausfiel. Auch sein Vertrag endet mit Saisonabschluss.

"Wenn ein Erstligist Ernst macht, ist für uns das Spiel beendet", sagte Klubboss Martin Kind jüngst über die Avancen, derer sich Hübers sicher sein kann. In Hannover ist der 24-Jährige schon jetzt Abwehrchef. Ausgerechnet das könnte den Niedersachsen nun zum Verhängnis werden, denn nun soll laut "Bild"-Zeitung auch Schalke seine Fühler nach dem Innenverteidiger ausgestreckt haben. Zwar sind die Gelsenkirchener noch nicht offiziell abgestiegen, doch bei den Königsblauen wird alles für den Neuanfang in der 2. Bundesliga ausgerichtet. Angesichts der langfristigen Ambitionen von Verein und Spieler könnte die Aufgabe für Hübers reizvoll werden.

Gehaltsgrenze von 400.000 Euro?

Interesse wird im Bericht zudem seitens Hertha BSC, Union Berlin, dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln kolporiert. Ein Knackpunkt in den Verhandlungen mit Hannover, in denen sich Hübers zweifelsohne befindet, könnte ein neues Sparkonzept von Kind werden. Demnach plane der 96-Chef eine weitere Etatsenkung beim Verbleib in der 2. Bundesliga, dazu soll kein Profi mehr über 400.000 Euro als Brutto-Jahresgehalt verdienen. Eine Zahl, bei der Hübers trotz aller Verbundenheit nachdenklich werden könnte.

Noch ist für Hannover aber auch der Aufstiegstraum nicht beendet. Zwar haben die Niedersachsen derzeit nur 35 Punkte und stehen damit zwölf Zähler hinter dem Drittplatzierten aus Fürth, aber die Hannoveraner haben noch zwei Spiele in der Hinterhand – unter anderem gegen den direkten Konkurrenten Holstein Kiel. Sieg oder Niederlagen helfen bei der Zukunftsplanung wohl gleichermaßen.