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Baumgart-Nachfolge beim SCP: Wird es ein No-Name?

© IMAGO / Eibner

Seit Steffen Baumgart seinen Abschied bestätigt hat, ist klar, dass zur nächsten Spielzeit ein neuer Cheftrainer beim SC Paderborn übernehmen wird. Die Spekulationen sind in vollem Gange, unter anderem fiel der Name Slomka. Am wahrscheinlichsten ist laut "Transfermarkt.de" jedoch eine sogenannte "kleine" Lösung. 

Von großen und kleinen Namen

Einst versuchte man es in Paderborn mit einem Trainer, dessen Bekanntheit weit über die Grenzen Ostwestfalens hinausreichte. Ende 2015 heuerte mit Stefan Effenberg einer der größten Lautsprecher des deutschen Fußballs beim SCP an. Es folgte eine kurze, sehr schillernde, aber kaum erfolgreiche Episode. Nach 15 Partien war für Effenberg Feierabend, am Ende der Saison stieg Paderborn in die 3. Liga ab. Doch es ist nicht nur das "Kapitel Effenberg", das den SCP veranlasste, in der Folge auf entwicklungsfähige Trainer ohne großen Namen zu setzen – auch der finanziell stets enge Gürtel legte kleinere Lösungen nahe.

Als eine solche durfte seinerzeit auch Paderborns aktueller Übungsleiter Steffen Baumgart gelten, der mittlerweile aber großgeworden ist und zum Saisonende eine neue Aufgabe sucht. Kaum war das bekannt geworden, geisterte der Name Mirko Slomka über der Pader. Slomka ist zwar kein Effenberg, gehört aber trotzdem zu den Etablierten der Zunft und dürfte damit kaum infrage kommen. Gleiches gilt "Kicker"-Berichten zufolge für den ehemaligen Stuttgart-Trainer Tim Walter.

Paderborn streckt die Fühler aus

Da der Paderborner Etat im kommenden Jahr auf 10 Millionen Euro heruntergeschraubt werden soll, braucht es wohl eher einen Trainer mit frischen Ideen und überschaubaren Ansprüchen. Ein solcher könnte Jan Zimmermann sein, der mit Nord-Regionalligist TSV Havelse um den Drittliga-Aufstieg mitspielt. Erste Kontakte soll SCP-Sportchef Fabian Wohlgemuth bereits geknüpft haben.

Als mögliche interne Lösung steht Daniel Scherning auf der Liste, der bereits als Co-Trainer in Paderborn tätig ist. Weitere Namen brachten "Reviersport" und "Westfalenblatt" ins Gespräch. Während Lukas Kwasniok den Drittligisten aus Saarbrücken zum Saisonende verlässt und noch keinen neuen Verein bekanntgegeben hat, wird Enrico Maaßen, Trainer von Borussia Dortmund II, laut Teammanager Ingo Preuß keine Freigabe erhalten.