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Bericht: Hannover 96 nimmt Kontakt zu SCP-Manager Krösche auf

Der SC Paderborn muss weiterhin um den Verbleib von Manager Markus Krösche bangen. Wie das "Westfalen-Blatt" berichtet, soll Bundesligist Hannover 96 Kontakt zum 38-Jährigen aufgenommen haben. Derweil spielt Leon Fesser in den Planungen keine Rolle mehr.

"Ich bin nicht auf der Flucht"

Noch im Mai 2017 sportlich in die Regionalliga abgestiegen, mischt der SC Paderborn als Aufsteiger nun im Rennen um die Bundesliga mit. Eng verbunden ist die Wiederauferstehung der Ostwestfalen mit Manager Markus Krösche, der unter anderem Steffen Baumgart nach Paderborn lotste und bei vielen Spieler-Verpflichtungen ein gutes Händchen bewies. Das ist auch der höherklassigen Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Erst in der vergangenen Woche hatte Krösche ein Angebot des 1. FC Nürnberg abgelehnt, nun scheint sich Hannover 96 um den Erfolgsmanager des SCP zu bemühen. Bei den Niedersachsen wird Krösche als Nachfolger für den am Dienstag entlassenen Horst Heldt gehandelt. Auch Dietmar Beiersdorfer, Klaus Allofs oder Ex-Coach Dieter Hecking wurden als mögliche Kandidaten genannt, Kontakt soll Präsident Martin Kind nach Angaben der Zeitung aber bisher nur zu Krösche aufgenommen haben.

Dieser reagiert derweil gelassen: "Ich kann gewisse Dinge nicht beeinflussen. Ich habe auch keinen Berater, der etwas lanciert. Ich kann mich auch nicht dagegen wehren, wenn mein Name immer mal wieder reingeworfen wird." Entsprechende Angebote will sich Krösche zwar anhören, betont aber auch: "Ich bin nicht auf der Flucht. Ich fühle mich in Paderborn wohl und stehe hier bis 2022 unter Vertrag."

Durch die lange Vertragslaufzeit ist auch klar: Für ein Taschengeld wird der SCP den 38-Jährigen nicht ziehen lassen. Eine siebenstellige Summe wird ein interessierter Verein wohl auf den Tisch legen müssen. Bis Ostern will Hannover 96 den Nachfolger für Heldt gefunden haben. Ob Krösche angesichts dieser Tatsache aber tatsächlich in Frage kommt, ist offen. Schließlich kann er mit dem SCP noch den Aufstieg in die Bundesliga schaffen – und könnte somit langfristig etwas aufbauen.

Kein neuer Vertrag für Fesser

Klar ist derweil: Innenverteidiger Leon Fesser wird die Ostwestfalen am Saisonende verlassen, sein auslaufender Vertrag wird laut dem "Westfalen-Blatt" nicht verlängert. Derzeit laboriert Fesser an einem Kreuzbandriss, in dieser Saison ist er noch ohne Einsatz bei den Profis. Auch Torhüter Michael Ratajczak wird demnach kein neues Arbeitspapier erhalten, allerdings soll mit dem 36-Jährigen noch über eine Weiterbeschäftigung als Torwarttrainer im Nachwuchsbereich gesprochen werden. Mit Lukas Boeder steht zudem ein weiterer Abgang fest, auch die 19-jährigen Youngster Sascha Heil und Olivér Schindler werden den SCP im Sommer verlassen.

Keine Zukunft haben weiterhin auch Felix Herzenbruch und Massih Wassey, allerdings steht das Duo noch bis 2020 unter Vertrag. Bezüglich der Leihspieler Julius Düker (Eintracht Braunschweig), Felix Drinkuth (Sportfreunde Lotte), Phillip Tietz (Carl Zeiss Jena) und Luca Pfeiffer (VfL Osnabrück) ist noch keine Entscheidung gefallen. "Alle vier stehen mit ihren Vereinen im Auf- oder Abstiegskampf. Das warten wir ab, dann wird geredet", so Krösche. Ob er die Gespräche nach Saisonende führen wird?