Besonderer Anreiz: Bei Aufstieg zahlt der VfB Gehaltsverzicht zurück
Die Coronakrise als sportlicher Anreiz? Mit diesem Ansatz versucht es der VfB Stuttgart, der seinen Profis eine satte Aufstiegsprämie in Aussicht stellt. Sollten die Schwaben nämlich nach einer Fortsetzung der Saison in die Bundesliga aufsteigen, könnten die Spieler einen Großteil ihres Gehaltsverzichts zurückerspielen.
Drei Millionen durch Gehaltsverzicht
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat die Profi-Mannschaft mit dem VfB Stuttgart ein lukatrives Modell in der Coronakrise entwickelt, von dem beide Seiten am Ende profitieren würden. Angesichts der finanziellen Ungewissheit in der aktuellen Zeit waren die Akteure auf dem Platz dazu bereit, auf jeweils 30 Prozent ihres Gehalts zu verzichten - in Summe bedeutet das für den VfB gleich drei Millionen Euro, den er einsparen kann.
Mit diesem Geld sollen die rund 300 Mitarbeiter, die sich seit Mittwoch in der Kurzarbeit befinden, abgesichert werden. Dieselben Mitarbeiter, die schon aufgrund des Abstiegs aus der Bundesliga zu Gehaltseinbußen gezwungen waren. Um die finanzielle Lage zu entspannen, soll der Aufstieg am Ende der Saisonfortsetzung her. Und dafür planen die VfB-Bosse, den Spielern im Erfolgsfall ihren Gehaltsverzicht zum Teil zurückzuzahlen.
Anreiz für den Aufstieg
Bis zu 20 Prozent der Einsparungen wollen Vorstands-Boss Thomas Hitzlsperger, Sportdirektor Sven Mislintat und Sport-Organisationschef Markus Rüdt dem Team um Mario Gomez wieder zurückgeben, um einen besonderen Anreiz für das große Saisonziel zu schaffen. Das sollte bei laufendem Betrieb auch wieder möglich sein, schließlich rührt die finanzielle Schieflage des VfB - und damit die von fast allen Zweitligisten - daher, dass aktuell keine Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten in die Klubs fließen.