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Bestätigt! Hamburger SV stellt Bernd Hoffmann frei

© imago images / Philipp Szyza

Während andernorts nicht nur der Ball ruht, sondern auch die Betriebsamkeit der Führungsriegen auf ein Minimum reduziert wurde, schwelten die Konflikte beim Hamburger SV unverändert weiter. Am heutigen Sonnabend kamen die führenden Köpfe der Elbestädter zusammen, um die Differenzen zu beseitigen. Ergebnis der Sitzung: Bernd Hoffmann muss seine Zelte beim HSV abbrechen. Zudem übernimmt Marcell Jansen den Aufsichtsratsvorsitz.

Hoffmann muss den HSV erneut verlassen

Auch die zweite Ära Bernd Hoffmanns beim Hamburger SV ist beendet. Vor gut zwei Jahren hatten die Rothosen den 57-Jährigen zurückgeholt, vor allem Ruhe und Struktur sollte der erfahrene Funktionär bringen. Zuletzt gab die Führungsriege der Hamburger allerdings ein nur allzu bekanntes Bild ab – und zwar das der Uneinigkeit. In den vergangenen Tagen zeichnete sich zunehmend ab, dass die Differenzen insbesondere am Vorstandsvorsitzenden Hoffmann festgemacht wurden.

Wie der Hamburger SV im Rahmen einer Medienmitteilung bekanntgab, zog der Aufsichtsrat am Samstagnachmittag die Konsequenzen und stellte den gebürtigen Leverkusener frei. Hoffmann verzichtete zum Abschied auf böse Wort, wurde auf der Vereinshomepage stattdessen emotional: "Es war mir eine Ehre, dem HSV zu dienen. Macht es gut, unterstützt den HSV auch in diesen Zeiten, und bleibt vor allem gesund." Als Vorstände verbleiben Jonas Boldt und Frank Wettstein, die den Klub nun als Duo führen sollen.

"Können uns keine Energieverluste erlauben"

Hoffmann ist derweil nicht der einzige, den die Veränderungen beim ehemaligen Bundesliga-Dino betreffen. So treten auch die Aufsichtsräte Max-Arnold Köttgen und Thomas Schulz mit sofortiger Wirkung zurück. Von Köttgen übernimmt Marcell Jansen das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden. Jansen, zugleich Vorsitzender des Hauptgesellschafters HSV e.V., äußerte sich knapp: "Wir können uns in dieser schwersten Krisenzeit des gesamten Profifußballs keine Energieverluste und belasteten Vertrauensverhältnisse leisten. Der volle Fokus muss auf die HSV-Interessen gerichtet sein."