Bielefeld: Das "Alles-oder-nichts-Finale" gegen Dynamo Dresden
Vor dem letzten Spieltag ist für Arminia Bielefeld weiterhin der Klassenerhalt über den Umweg der Relegation gegen Darmstadt 98 möglich. Durch die Niederlage von Dynamo Dresden in Kaiserslautern trennen beide Kontrahenten vor dem letzten Spieltag lediglich drei Tore in der Tordifferenz. Dennoch war nach dem 0:0 gegen den FSV Frankfurt in der heimischen Schüco-Arena ein wenig Ernüchterung zu verspüren. Von den letzten fünf Heimspielen gewann Arminia nur eins - am 24. Spieltag gegen Erzgebirge Aue. Seitdem verlor man zwar lediglich ein Spiel, aber die letzten drei Heimspiele gingen allesamt 0:0 aus. Zu wenig im Abstiegskampf? Eigentlich schon, aber die Konkurrenz aus Dresden konnte die Bielefelder „Heimseuche“ nicht ausnutzen. Doch wenn Arminia am nächsten Sonntag um kurz vor halb sechs auf dem 17. Platz stehen sollte, sind die entscheidenden Punkte in den Heimspielen verschenkt worden. Der Wille der Mannschaft war auch gegen den FSV Frankfurt erkennbar. Doch die wenigen Torchancen wurden fahrlässig vergeben. So war es auch oft in den Heimspielen in den Wochen zuvor. Arminia rackert und kämpft auf dem Rasen, doch die Torerfolge blieben aus und vor dem Tor wirkt das Team oft gehemmt. So ist es für die Ostwestfalen möglicherweise ein Vorteil, dass das letzte und entscheidende Spiel gegen Dynamo Dresden in Sachsen statt findet. In den Auswärtspartien der letzten Wochen zeigte die Mannschaft ebenfalls Engagement und belohnte sich sogar dafür. In Bochum gewannen die Blauen mit 4:1. In München konnte Arminia keine Punkte einfahren, doch die Tore für 1860 kamen, aus Bielefelder Sicht, unglücklich zustande und einen Punkt hätte sich die Mannschaft verdient.
Arminia muss gewinnen
Mit einem Punktgewinn in Köln hatte wohl niemand gerechnet. Deswegen war die dortige 0:2 Niederlage auch zu verschmerzen. Zwei Wochen zuvor kam Arminia Bielefeld in Kaiserslautern auf dem „Betze“ zu einem ordentlichen 1:1. Ob ein Heimspiel für Dynamo nun ein Vor-oder ein Nachteil in diesem entscheidenden „Kracher“ um die Relegation ist, bleibt nun einmal dahingestellt. Fakt ist, im Dresdener „Glücksgas-Stadion“ wird absolute Gänsehautatmosphäre herrschen. Welche der beiden Mannschaften damit besser umgehen kann, wird sich zeigen. Am Ende wird allen Ostwestfalen klar sein, dass die Arminia unbedingt gewinnen muss - Dresden reicht ein Unentschieden, um den Relegationsplatz zu erreichen. Der Amerikaner würde sagen: “It ain´t over until the fat lady sings!“. Und das ist für jeden Fußballfan gut so. Denn was gibt es schöneres, als ein Finale um „Tod oder Gladiolen“, wie es ein bekannter holländischer Trainer ausdrücken würde. Ob in Olaf Janßen oder Norbert Meier ein „Feierbiest“ steckt, wird sich auf jeden Fall erst nach der Relegation gegen Darmstadt zeigen.