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Bielefeld in Paderborn mit Coach Saibene auf der Bank

Trotz seiner rasanten Talfahrt will Arminia Bielefeld offenbar vorerst noch an seinem Trainer Jeff Saibene festhalten. Sportchef Samir Arabi deutete an, dass der Luxemburger zumindest auch noch im Lokalduell am Freitag bei Aufsteiger SC Paderborn auf der Bank sitzen wird.

"Das Trainer-Team muss es richten"

"Es ist zu einfach, es an einer Person festzumachen", erklärte Arabi in der "Neuen Westfälischen" nach Krisensitzungen mit der Geschäftsführung. Dem Anschein will die Vereinsleitung Saibene noch eine Frist bis zum Nachbarschafts-Duell in Paderborn gewähren: "Wir haben zusammen analysiert, um in Paderborn erfolgreich zu sein. Das Problem ist vielschichtig, und das Trainer-Team muss es richten."

Eine Trendwende ist auch dringend erforderlich. Durch nur einen Punkt aus den vergangenen sieben Liga-Begegnungen ist Bielefeld in der Tabelle immer weiter Richtung Keller abgerutscht. Durch die vierte Heimpleite in Folge beim 0:1 am vergangenen Freitag gegen den MSV Duisburg hat die Arminia nur noch drei Zähler Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Saibene demonstrierte jedoch nach dem neuerlichen Nackenschlag einen festen Glauben an einen Befreiungsschlag. "Wir dürfen nicht jammern, sondern müssen weiterarbeiten und hoffen, dass das Glück auf unsere Seite kippt", sagte der 50-Jährige.

Rückendeckung aus der Mannschaft

Von seinen Spielern bekommt Saibene, der seit März 2017 auf der Alm arbeitet, unterdessen größtmögliche Rückendeckung. "Arminia kann froh sein, mit Jeff Saibene wirklich einen sehr, sehr guten Trainer zu haben. Es wäre einer der größten Fehler, seit ich hier bin, wenn man Jeff die Hand gibt und ‚Auf Wiedersehen‘ sagt", meinte Kapitän Julian Börner.

Auch Routinier Tom Schütz stellte sich vor den Coach und machte die gesamte Mannschaft für die Enttäuschung gegen Duisburg verantwortlich: "Der Trainer ist die ärmste Sau. Wir Spieler müssen über unsere Leistung sprechen – und die war schlecht."