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"Bin verarscht worden": Auch Dresdens Minge sauer über Schubert-Abgang

Der ablösefreie Abgang von Torhüter Markus Schubert sorgt in Dresden weiter für Ärger. Nachdem der 20-Jährige angekündigt hatte, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen und wegen dem Unmut der Fans von Trainer Christian Fiél anschließend aus dem Kader gestrichen wurde, äußerte sich nun auch SGD-Sportgeschäftsführer Ralf Minge gegenüber der "Bild" zu der Posse.

Auch Minge zeigt sich enttäuscht über Schuberts Abgang

Die Enttäuschung über den bevorstehenden Abgang von Markus Schubert ist bei Dynamo Dresden weiterhin sehr groß. Nach den Unmutsbekundungen der Fans in den vergangenen Tagen, die eine Ausbootung des 20-jährigen Torwarts zur Folge hatten, stellt sich nun auch SGD-Sportgeschäftsführer Ralf Minge hinter den eigenen Anhang und sagte gegenüber der "Bild": "So wie das gelaufen ist, haben alle das Recht, ihren Unmut zu äußern. Wäre ich nicht Geschäftsführer, sondern nur Fan, hätte ich vielleicht auch gepfiffen."

Forderungen des Torhüters wurden erfüllt

Besonders bitter stößt dem 58-Jährigen dabei die Art der Verhandlungsführung des Torhüters und seines Managements auf. Wochenlang wurde Dynamo Dresden über eine Entscheidung von Schubert im Unklaren gelassen, dessen Management für eine Vertragsverlängerung einzig einen unumstrittenen Stammplatz zwischen den Pfosten für ihren Klienten forderte. Den bekam Schubert auch, stand bisher in allen 31 Spielen im Tor und galt als Vorzeigespieler für die Philosophie des Vereins, der Spieler aus der eigenen Jugend ausbilden und in der Profimannschaft etablieren möchte. Doch obwohl vonseiten des Vereins alle Forderungen erfüllt wurden, entschied sich Schubert schließlich gegen eine Vertragsverlängerung und möchte stattdessen den nächsten Karriereschritt in die Bundesliga wagen, wo unter anderem Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen oder der FC Augsburg an dem Torhüter interessiert sein sollen.

Minge sauer: "Ich bin verarscht worden"

"Ich bin verarscht worden, das muss man so sagen", findet Minge nun drastische Worte über die Verhandlungen, in denen der Sportdirektor von dem Ex-Berater des Torhüters per Mail sogar beleidigt worden sein soll. Und über die Wut der Fans gegenüber dem 20-Jährigen sagt Minge: "Das ist wie bei einer Ehe. Man ist jahrelang verliebt und sagt sich, lass uns heiraten. Die ersten Probleme gibt’s schon bei der Terminfindung. Und dann kommt der Partner plötzlich heim und sagt, ich heirate jemand anderes. Da kehrt sich Liebe schnell ins Gegenteil um."

Kampf um den Klassenerhalt muss wieder in den Vordergrund rücken

Trotz der Querelen um den Abgang von Schubert muss sich Dresden nun aber erst einmal wieder auf das Sportliche konzentrieren. Mindestens drei Punkte sollen noch her, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Vielleicht gibt es die nötigen Punkte bereits am Freitagabend (18.30 Uhr), wenn St. Pauli bei Dynamo zu Gast ist. Schubert wird in diesem Spiel aber schon nicht mehr zwischen den Pfosten stehen.