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Bochum vor Duell um Tabellenspitze: "Im Kopf klar bleiben“

© imago images / Jan Huebner

Der Preis ist mindestens eine Nacht an der Tabellenspitze: Der VfL Bochum will seinen Lauf der vergangenen Wochen im Verfolger-Duell bei Holstein Kiel fortsetzen und die SpVgg Greuther Fürth wenigstens für 24 Stunden von Platz eins verdrängen.

"Wollen Euphorie nicht bremsen“

Von der Begeisterung rund um die Castroper Straße nach dem furiosen 5:0-Heimerfolg gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf und den Sprung auf den zweiten Aufstiegsplatz lässt sich Trainer Thomas Reis mit Blick auf auch gegenteilige Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit nur bedingt anstecken. "Wir hatten zuletzt schon einmal Phasen, in denen wir innerhalb kürzester Zeit vom Aufstiegs- zum Abstiegskandidaten gemacht wurden. Es ist wichtig, dass wir im Kopf klar bleiben“, sagte der Coach und bekräftigte seine Strategie: "Wir wollen die Euphorie gar nicht bremsen, aber wir denken von Spiel zu Spiel“, sagte der 47-Jährige auf der Spieltags-Pressekonferenz der Westfalen.

Aus diesem Blickwinkel steht für den Coach natürlich der Auftritt bei Holstein Kiel im Fokus. Die Spielweise der "Störche“, mahnte Reis seine Spieler, erinnere an Fürth: Kiel sei "ähnlich spielstark. Gerade das zentrale Mittelfeld ist da das Herzstück. Die Mannschaft will Fußball spielen und geht Risiken ein".

Alleine das Stichwort Fürth sollte bei den VfL-Profis hinreichend Aufmerksamkeit erzeugen. Schließlich waren die Franken die einzige Mannschaft in den vergangenen fünf Spielen, die gegen Bochum Punkte machen konnte.

Die Tabellenspitze, die in Kiel beiden Mannschaften im Falle des Sieges bis zu den Samstag-Spielen der „Kleeblätter“ (gegen den 1. FC Heidenheim) und des Hamburger SV (gegen Hannover) winkt, spielt für Reis zumindest vordergründig nur eine nachgeordnete Rolle. "Wir sind in einer schönen Situation, aber wir wollen weiter aktiven Fußball spielen, das ist das, was die Mannschaft kann und will.“

Personalwechsel denkbar – Systemwechsel unwahrscheinlich

Personell bieten sich Reis einige Alternativen. Zwar fuhr seine Mannschaft die beiden vergangenen Erfolge beim Hamburger SV (3:1) und gegen Düsseldorf mit der gleichen Anfangsformation ein, doch deswegen müssen für den Ex-Profi nicht automatisch aller guten Dinge drei sein: "Es kann schon sein, dass ich etwas rotieren werde.“ Eine Änderung der Taktik hingegen ließ Reis als unwahrscheinlich erscheinen: "Eine Doppelsitze ist natürlich auch eine Möglichkeit für uns. Aber unser derzeit favorisiertes System ist ja auch recht offensiv.“