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Bochum zeigt Nerven: "Das ist sehr, sehr ärgerlich"

© imago images / Holsteinoffice

Kiel gewinnt das Spitzenspiel am Freitagabend und zieht am VfL Bochum vorbei an die Tabellenspitze! Über dieses Ergebnis ärgerte sich Cheftrainer Thomas Reis, weil nach Spielverlauf auch ein anderes Resultat möglich gewesen wäre. Am Ende wollte sich der Coach aber nicht beschweren, denn drei Gegentore sprachen für sich.

Zwei Gegentore in einer Minute

In Spitzenspielen zeigt der VfL Bochum Nerven, so auch am Freitagabend gegen Holstein Kiel. "Wenn man den Spielverlauf sieht, ist das sehr, sehr ärgerlich", bewertete Cheftrainer Thomas Reis die 1:3-Niederlage seiner Mannschaft, die nicht in dieser Form hätte ausfallen müssen. In der ersten Halbzeit schien das Spiel unter Kontrolle der Gäste zu sein, die sich Möglichkeiten durch Simon Zoller erspielten. Selbst der Rückschlag durch einen Handelfmeter warf die Bochumer nicht aus der Bahn, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später war das Spiel auf der Anzeigentafel wieder ausgeglichen.

"Im Spiel hat es keiner richtig mitbekommen, aber wenn der Videobeweis es sagt, dann wird es wohl so gewesen sein. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt und waren direkt wieder dabei", gab Reis die Szene rund um Armel Bella Kotchap wieder, der den vermeintlichen Handelfmeter verursacht hatte. Auf der Gegenseite netzte dann Zoller ein. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel schließlich per Doppelschlag binnen einer Minute von den Kielern entschieden. Reis betonte noch einmal, dass der Spielverlauf auch ein anderes Ergebnis hätte bringen können, wollte sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: "Es ist ärgerlich, dass wir verloren haben, aber wenn man hier drei Gegentore bekommt, darf man sich darüber nicht beschweren."

Nervenflattern in Top-Spielen?

Somit musste der VfL Bochum die insgesamt dritte Saisonniederlage hinnehmen, zwei davon gegen Fürth und Kiel – beide Teams stehen vorübergehend als einzige Teams vor der Elf aus dem Ruhrgebiet. "So ist es im Fußball – manchmal gewinnst du diese 50:50-Spiele und manchmal verlierst du. Wir müssen das Spiel jetzt analysieren, aufarbeiten und daraus unsere Schlüsse ziehen", wollte auch Angreifer Danny Blum das Ergebnis aufarbeiten, denn in der Verlosung zum vermeintlichen Geheimfavoriten bleiben die Bochumer auch nach der Niederlage. Weiter geht es für den VfL schon am kommenden Freitag, dann treffen die Bochumer auf den SC Paderborn im nächsten Top-Spiel.