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Bremen: Tauziehen mit KSC um erneute Goller-Leihe

© imago images / Nordphoto

Wegen der Verlängerung des Leihgeschäfts mit Benjamin Goller glühen zwischen Werder Bremen und dem Karlsruher SC in diesen Tagen die Drähte. Alle Beteiligten sind zwar grundsätzlich an einer Neuauflage von Gollers Engagement bei den Badenern interessiert, doch sind die finanziellen Details zwischen den Klubs noch strittig.

KSC-Interesse nur noch bedingt vorhanden

Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer möchte den Flügelspieler nach Angaben des Fachmagazins kicker nur noch zu günstigeren Konditionen am Wildpark halten. Hintergrund ist die mittlerweile erfolgte Verpflichtung von Fabio Kaufmann von Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig und Lucas Cueto von Drittligist Viktoria Köln, durch die der KSC auf Gollers Position keinen dringenden Handlungsbedarf mehr hat.

In der Endphase der abgelaufenen Saison war Kreuzers Interesse an einer erneuten Leihe des 22-Jährigen noch deutlich größer gewesen. Eine entsprechende Anfrage ließ Werders Sportchef Frank Baumann allerdings zunächst noch unbeantwortet, weil die sportliche Zukunft der Hanseaten zum damaligen Zeitpunkt noch nicht geklärt war. Nach dem Abstieg und Abstimmung mit dem neuen Werder-Trainer Markus Anfang ist Bremen jedoch mittlerweile bereit, den Außenstürmer für das vorletzte Jahr seines noch bis 2023 laufenden Vertrages erneut auszuleihen.

"Ein Super-Zweitligaspieler“

Karlsruhe weiß auch recht gut um Gollers Wert. "Er ist ein Super-Zweitligaspieler“, beschreibt Kreuzer seine Eindrücke vom gebürtigen Reutlinger und lobt besonders "das brutale Tempo und Anlaufverhalten“ des Angreifers. Ohne eine Knieverletzung im Saisonendspurt wäre Goller in seiner ersten Spielzeit im KSC-Dress vermutlich auf noch mehr als seine 27 Einsätze gekommen, bei denen das frühere Schalke-Talent 18-mal zur Anfangsformation gehörte und immerhin vier Tore erzielte.

Der Poker um die Leihgebühr hat seinen Grund auch in Bremens möglichen Eigenbedarf für Goller. Denn der Außenstürmer wäre ein Kandidat für die Position von Milot Rashica, der seine Zelte an der Weser abbrechen wird. Allerdings hoffen Baumann und Anfang derzeit noch, die Lücke mit einem erfahreneren Profi schließen zu können.