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"Brennen ein Feuerwerk ab": St. Pauli schießt sich an die Spitze

© IMAGO / Lobeca

Mit einem 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen Sandhausen hat sich der FC St. Pauli wieder an die Tabellenspitze gesetzt. Besonders die erste Halbzeit ließ den Ausrutscher der vergangenen Tage schnell vergessen. Allerdings ließen die Hamburger dann auch etwas nach, was gerade den Akteuren selbst nicht gefiel.

St. Pauli zeigt Reaktion

"Wir sind rausgekommen und wollten direkt ein Zeichen setzen nach dem 0:4 in Darmstadt", erzählte Marcel Hartel, was sich die Kiezkicker in der Kabine vorgenommen hatten. Auf dem Rasen setzten die Hamburger das Vorhaben in die Tat um – durch Treffer von Guido Burgstaller (2.) und Daniel-Kofi Kyereh (14.) wurde das Spiel früh in Richtung von St. Pauli gelenkt. In der Entstehung freute sich FCSP-Cheftrainer Timo Schultz besonders über das Tor des Österreichers: "Das Tor von Guido Burgstaller war symbolisch. Er hat die Ruhe, den Kopf hoch zu nehmen."

Hätte St. Pauli das "in der einen oder anderen Situation in der ersten Halbzeit noch häufiger gemacht", dann war sich Schultz sicher, hätten die Kiezkicker "auch das eine oder andere Tor mehr geschossen". So ging es mit der 2:0-Pausenführung in die Kabine. "Auch aufgrund der Umstellungen hat Sandhausen es in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht, da haben wir nicht mehr viele Lösungen gefunden, um in die gegnerische Box zu kommen", sah der Übungsleiter dann eine neue Herausforderung im zweiten Abschnitt. Und tatsächlich kam der SVS heran, aber St. Pauli blieb souverän.

"Perfekt gelungen"

"Dass man auch mal ein Standard-Gegentor bekommen kann, gehört dazu. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass wir groß gewackelt haben", versicherte Schultz nach Abpfiff. Dennoch hat der zweite Teil des Nachholspiels auch Nerven bei den Spielern gekostet. "In den ersten 15, 20 Minuten brennen wir ein Feuerwerk ab. Vielleicht haben wir da gedacht, dass alles leichter geht", ärgerte sich beispielsweise Philipp Ziereis über die leichte Nachlässigkeit. Der Innenverteidiger war sich sicher: "Wenn wir das seriöser zu Ende spielen und das dritte Tor früher nachlegen, passiert gar nichts mehr."

So kam es auch nach dem zweiten Tor von Kyereh (79.), sodass St. Pauli mit drei Punkten aus dem Nachholspiel wieder an die Tabellenspitze springt. "Das Spiel wollten wir schnell abhaken und von Anfang an die Fans mitnehmen, gerade in der ersten Halbzeit ist uns das perfekt gelungen", so Hartel über die passende Reaktion. Cheftrainer Timo Schultz mahnte für die Zukunft trotzdem: "Wenn wir einen Schritt weniger gehen, den Ball langsamer laufen lassen und unsere Abläufe nicht mehr so klar durchspielen, merken wir, dass wir Ballverluste in Zonen haben, die für uns gefährlich werden können." Doch nun ist der FCSP erst einmal zurück auf dem Platz an der Sonne.