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Corona-Maßnahmen: FCE-Präsident fürchtet den "Mega-Crash"

© imago images / Picture Point

Die Corona-Pandemie hält den Profi-Fußball in Deutschland weiterhin fest im Griff. Aufgrund der anhaltenden Maßnahmen fürchtet FCE-Präsident Helge Leonhardt nicht nur die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen, sondern auch die Gesamtbetrachtung des Sports auf lange Sicht. Die Seele des Fußballs steht auf dem Spiel.

"Interesse nimmt ab"

Der November steht in Fußball-Deutschland erneut im Zeichen der Geisterspiele, sodass auch die Profi-Vereine neben vielen anderen Branchen unter den zahlreichen Maßnahmen der Corona-Pandemie weitermachen müssen. Auch in der Vorweihnachtszeit scheint eine Rückkehr der Zuschauer in die Ferne zu rücken. Im vereinseigenen Interview nahm FCE-Präsident Helge Leonhardt deutlich Stellung, wie "tm.de" zusammenfasst: "Geisterspiele sind eigentlich zum Kotzen. Ohne Fans fehlt generell die Seele im Fußball."

Statt von den Rängen angepeitscht zu werden, spielen die Teams "eigentlich nur für sich und eine kleine Gruppe von Menschen". Zumindest im Stadion erweckt es diesen Eindruck. Aber auch außerhalb des Rasens fürchtet Leonhardt einen Bruch durch die andauernde Zuschauerfrage: "Selbst das Interesse nimmt durch die Geisterspiele ab." Das spiegelt sich dann auch wieder in finanziellen Sorgen wieder, die bei den Klubs einhergehen. Leonhardt fürchtet den "Mega-Crash" und "flächendeckend sehr unschöne Szenen und Ereignisse".

Aktueller Weg wird "sehr, sehr eng"

"Wenn diese Maßnahmen im nächsten Vierteljahr weiter erforderlich sind, wovon ich auch ausgehe, wird es für viele Vereine sehr, sehr eng", wittert der 62-Jährige einen wirtschaftlichen Engpass, der schon bald auf die Vereine niederprasselt. Vereine, Verbände und auch die Politik stehen vor der Herausforderung, die Klubs am Leben zu halten: "Wenn unten mehr rausläuft, als oben reinkommt, dann muss gehandelt werden." Deswegen erhofft sich Leonhardt "kluge Entscheidungen" von Handlungsträgern und Ausführenden. Denn das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht: "Es wird im nächsten halben Jahr in den Profi- und Amateurligen weitere Restrukturierungen geben", so der FCE-Präsident.