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"Darf nicht passieren": Lilien verpatzen den Re-Start

© imago

Der Re-Start in die Zweitliga-Saison wird beim SV Darmstadt nicht in guter Erinnerung bleiben. In Karlsruhe setzte es für die Lilien eine 0:2-Niederlage – und damit die erste Rückrunden-Pleite überhaupt. 

KSC-Standards setzen den Lilien zu

Es ist vollbracht: Die Zweitligisten haben den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Freude darüber wollte beim SV Darmstadt allerdings nicht aufkommen. Dafür sorgte die eigene Leistung beim Auftritt in Karlsruhe. Besonders ärgerlich: Trotz der bekannten Standard-Stärke der Badener leitete ein Eckball die Lilien-Pleite ein. Nach Spielende begaben sich die Darmstadt-Akteure auf Fehlersuche, die besonderen Umstände wollten die Lilien dabei nicht vorschieben. "Ohne Fans fehlt natürlich ein ganz wichtiger Teil des Fußballs", resümierte SVD-Kapitän Fabian Holland auf der Vereinswebsite, "trotzdem waren wir gut darauf eingestellt und jedes Team muss aktuell diese Gegebenheiten annehmen. Das war heute definitiv nicht der Grund."

Zu Beginn der Partie war beiden Teams die gut zweimonatige Zwangspause noch anzumerken: Es entwickelte sich das sprichwörtliche Abtasten. Ab der 20. Spielminute waren es dann die Hausherren, die erste offensive Akzente setzten. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff tauchten auch die Darmstädter einmal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf – mit der bis dahin besten Möglichkeit der Partie. Nach Vorarbeit von Paik verzog der freistehende Stark jedoch völlig (45.). Es blieb bei einem kurzen Strohfeuer, nach Wiederbeginn übernahmen erneut die Karlsruher. Mehrfach hatte man beim SVD vor der Standard-Stärke der Gastgeber gewarnt, verhindern konnten die Lilien das Folgende trotzdem nicht: Nach einer Ecke von rechts prüfte Gordon per Kopf zunächst die Querstange des SVD-Gehäuses (62.), wenig später verwertete Angreifer Hofmann einen Eckball von der anderen Seite zum 0:1 (67.). Erst in der Schlussphase bäumte sich der SVD noch einmal auf, Honsaks Kopfball strich nur knapp über das Tor (90.+5). Fast im Gegenzug staubte Karlsruhes Wanitzek zur Entscheidung ab (90.+6).

"Das wollten wir vermeiden"

Die Unzufriedenheit im Darmstädter Lager war anschließend groß. Gehörig angefressen zeigte sich etwa Schlussmann Schuhen: "Mit dem Spiel kann niemand bei uns zufrieden sein. Wir wussten, dass der KSC gut nach Standardsituationen ist und das Trainerteam hat uns darauf eingestellt. Dass dann ein Spieler mit dem Fuß nach einer Ecke treffen kann, darf nicht passieren." In die gleiche Kerbe schlug auch sein Trainer. "Wir wussten, dass Karlsruhe die Bälle bei Standards sehr gut reinbringt", bestätigte Übungsleiter Grammozis. "Wir haben sehr viele Ecken zugelassen, das wollten wir vermeiden und dann sieht man eben die große Qualität von Hofmann, der im richtigen Moment da ist." Für den SVD, der durch die Pleite auf Rang sieben zurückfällt, bietet sich am nächsten Samstag die Chance zur Wiedergutmachung. Dann empfangen die Lilien den FC St. Pauli am heimischen Böllenfalltor.