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"Darf uns nicht passieren": St. Pauli fehlen in Rostock sogar die Basics

imago images / Eibner

Beim F.C. Hansa Rostock zeigte der FC St. Pauli seine bisher schwächste Saisonleistung und war mit der 0:2-Niederlage am Ende sogar noch ganz gut bedient, entsprechend schonungslos fiel auch die Selbstkritik der Verantwortlichen im Anschluss an die Partie aus. Cheftrainer Timo Schultz kündigte eine längere Analyse an und bemängelte die Mentalität seiner Spieler.

St. Pauli weiß frühem Rückstand nichts entgegen zu setzen

Wie schon bei der 1:2-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern geriet der FC St. Pauli auch im Ostseestadion der Rostocker früh in Rückstand. Nach einer Vorlage von Dennis Dressel enteilte Kai Pröger der aufgerückten Hamburger Defensive, blieb vor Torhüter Dennis Smarsch eiskalt und schob nach gerade einmal vier Minuten zum 1:0 ein. Eine kalte Dusche für die Gäste und sicherlich nicht gerade förderlich für den weiteren Verlauf der Partie. "So früh in Rückstand zu geraten, hilft bei solchen Auswärtsspielen überhaupt nicht. Die Rostocker haben so mehr Selbstvertrauen bekommen. So geht das Spiel in die falsche Richtung los", merkte auch St. Paulis bisheriger Toptorjäger Johannes Eggestein nach der Begegnung an.

Tatsächlich war das Heimteam mit der Führung und den frenetischen Fans im Rücken in den folgenden Minuten die klar überlegene Mannschaft, erhöhte durch einen sehenswerten Fallrückzieher von John Verhoek auf 2:0 (17.) und hätte den Kiezkickern durchaus auch noch das eine oder andere Tor mehr einschenken können. Selbst ein früher Wechsel des FC. St. Pauli – Etienne Amenyido ersetzte Igor Matanovic in der 40. Minute – vermochte es nicht, die Gäste wachzurütteln. Die einzige nennenswerte Chance für die Hamburger hatte Lukas Daschner, der Rostocks Torhüter Markus Kolke zu einer Flugeinlage zwang. Da lief allerdings schon die fünfte Minute der Nachspielzeit, so dass Schiedsrichter Christian Dingert anschließend abpfiff und die zweite Niederlage von St. Pauli offiziell machte.

Schultz bemängelt die fehlenden Basics bei seinem Team

"Gerade in der ersten Halbzeit haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Das darf uns nicht passieren und kenne ich von meiner Mannschaft eigentlich nicht", monierte St. Paulis Cheftrainer Timo Schultz nach der Partie und kündigte eine ausschweifendere Nachbetrachtung der Niederlage an: "Die Analyse morgen wird vielleicht auch mal etwas länger dauern und grundlegende Sachen wie Körpersprache, Aggressivität und Zweikampfverhalten beinhalten. Das sind nunmal die Basics im Fußball und wenn du die nicht an den Tag legst, dann spielt es keine Rolle, ob du gegen Straelen oder Rostock spielst. Dann bekommst du immer Probleme." Es werde daher auch ein "paar deutlichere Worte und vielleicht auch ein paar Maßnahmen, die das dann auch unterstreichen" geben, so der 44-Jährige weiter.

Am kommenden Samstag (13 Uhr) trifft St. Pauli dann auf den Tabellenführer aus Paderborn und wird da die Chance haben, sich auch auf dem Feld für den blutleeren Auftritt bei Hansa Rostock zu rehabilitieren.