Darmstadt gegen Kaiserslautern: Der zweite Versuch
0:0 stand es nach 45 Minuten zwischen Darmstadt 98 und dem 1. FC Kaiserslautern, als das Spiel am 24. Januar wegen Herzproblemen des FCK-Trainers Jeff Strasser zur Halbzeit abgebrochen werden musste. Heute Abend (18.30 Uhr) kommt es zum Wiederholungsspiel, für beide Teams wäre ein Dreier dabei überlebenswichtig im Abstiegskampf.
Sechs Punkte aus den letzten drei Spielen, der 1. FC Kaiserslautern lebt noch
Das wichtigste vorweg: Jeff Strasser geht es mittlerweile wieder gut, er erholt sich momentan von seinen Herzrhythmusstörungen, die sich im Zusammenhang mit einer verschleppten Grippe bei ihm ergeben hatten. Nichtsdestotrotz hat der 1. FC Kaiserslautern mittlerweile reagiert und in dieser wichtigen Phase der Saison mit Michael Frontzeck einen neuen Trainer präsentiert, der wiederum dem Patienten Kaiserslautern in den vergangenen Wochen neues Leben eingehaucht hat. Sechs Punkte holten die Roten Teufel unter ihm in den vergangenen drei Spielen, auch im Heimspiel gegen den SV Sandhausen am vergangenen Spieltag sah es lange Zeit so aus, als würden die Lauterer wenigstens einen Punkt holen. Erst eine Unachtsamkeit kurz vor Ende der Begegnung führte noch zum Gegentreffer und zur bitteren Niederlage des FCK, der sich davon aber nicht zurückwerfen lassen will.
Frontzeck mit großen Personalsorgen, aber Kapitän Moritz ist wieder dabei
"Wir werden unseren Weg weitergehen", kündigte Frontzeck hinterher an und sihet schon im Spiel gegen Darmstadt 98 die große Möglichkeit, wieder näher an die Nichtabstiegsplätze heranzurücken. "Die Mannschaft ist mental gefestigt, das hat sie in den letzten drei Spielen bewiesen. Trotz der Umstände beim letzten Spiel in Darmstadt sind die Jungs stabil, auch, weil Jeff die Sache verhältnismäßig gut überstanden hat", glaubt Frontzeck an sein Team. Dabei hat der FCK allerdings mit erheblichen Personalsorgen zu kämpfen. Zwar kehrt Kapitän Christoph Moritz nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Mannschaft zurück, dafür werden neben den Langzeitverletzten Daniel Halfar, Kacper Przybylko, Mads Albaek und Giuliano Modica wahrscheinlich auch Lukas Spalvis und Osayamen Osawe fehlen. Zudem tritt Ruben Jenssen aus privaten Gründen gar nicht erst die Reise nach Darmstadt an.
Lilien-Trainer Schuster will "Aufwärtstrend weiter bestätigen"
Ähnlich schwierig gestaltet sich die Situation allerdings auch beim Gastgeber, der nach drei Niederlagen in Folge sowieso schon arg gebeutelt in das Spiel gehen wird. Neben Kapitän Aytac Sulu (Gelbsperre) wird Trainer Dirk Schuster aller Voraussicht nach auch auf Peter Niemeyer (Fußprobleme) und Romain Brégerie (Rückenprobleme) verzichten müssen. Dennoch möchte Schuster "den Aufwärtstrend, den wir im letzten Spiel in Bielefeld gezeigt haben, weiter bestätigen." Zwar verloren die Lilien bei den Ostwestfalen mit 0:2, von der Leistung her hielten sie aber über weite Strecken der Partie gut mit. Nun sei Schuster "optimistisch, gemeinsam mit den Fans hier eine ehrliche Arbeit abzuliefern, richtig Gas zu geben und alles zu versuchen, um den Platz siegreich verlassen zu können", so der Lilien-Trainer auf der abschließenden Pressekonferenz.