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Darmstadt gegen KSC unter Zugzwang: "Müssen unsere Fehler abstellen"

IMAGO / Jan Huebner

So richtig rund läuft es für den SV Darmstadt 98 in diesem Jahr noch nicht. Neben dem Aus im DFB-Pokal bei Holstein Kiel gab es nur sieben Punkte aus neun Ligapartien. Am Freitag soll gegen den Karlsruher SC zumindest der dritte Heimsieg in Folge gelingen.

"Nicht so lange mit Niederlagen aufhalten"

Auch mit etwas Abstand zur Partie war Markus Anfang mit dem Auftritt seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende beim FC St. Pauli zufrieden. Es wäre ein "ordentliches Spiel" gewesen. Doch unterm Strich stand eine 2:3-Niederlage. "Wir dürfen uns aber nicht so lange mit Niederlagen aufhalten, sondern müssen versuchen, uns auf das nächste Spiel zu konzentrieren", fordert der 46-Jährige nun von seinen Profis. Und eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen hatte er auch gleich parat: "Wir müssen unsere Fehler abstellen und können viele Dinge besser machen – besser verteidigen und unsere Möglichkeiten besser ausspielen."

Das Ziel, eine bessere Rück- als Hinrunde zu spielen, ist aber noch intakt. In der ersten Saisonhälfte holten die "Lilien" 18 Punkte. Aktuell sind es sieben Punkte nach fünf Partien. Das Team liegt also voll im Soll. Damit es so bleibt, sollten auch beim Heimspiel gegen den KSC am Freitag (18.30 Uhr) Punkte geholt werden. Doch die Badener sind zurzeit richtig gut drauf, sicherten sich in neun Partien 20 Punkte. Das 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag war die erste Niederlage seit acht Spielen. "Es wird ein schwieriges Spiel gegen den KSC, der nicht umsonst bereits 36 Punkte auf dem Konto hat. Die Karlsruher haben einen herausragenden Stürmer sowie ein richtig gutes Mittelfeld in ihren Reihen. Sie kommen mit viel Selbstvertrauen zu uns, auch wenn sie zuletzt gegen Nürnberg in letzter Sekunde verloren haben", weiß Anfang um die schwere der Aufgabe.

Hektik ist fehl am Platz

Der SVD hingegen liegt lediglich fünf Zähler vor dem Abstiegs-Relegationsplatz, die Formkurve zeigt nach unten. "Wir brauchen Punkte, das wissen wir. Wir dürfen aber nicht hektisch oder nervös werden", meint Anfang. "Wir wissen um unsere Situation. Doch das darf uns nicht hemmen. Jetzt haben wir die Chance gegen Karlsruhe, vieles besser zu machen und die drei Punkte bei uns zu behalten."

Dabei muss er jedoch auf ein paar Spieler verzichten. Die Einsätze von Marvin Mehlem (Schlag aufs Knie) und Lars Lukas Mai (nach einem Schlag nur individuell trainiert) sind fraglich. Aaron Seydel (Achillessehnenprobleme), Matthias Bader (Wadenprobleme) und Mathias Wittek (Oberschenkelprobleme) sind sehr wahrscheinlich nicht mit dabei. Auch Silas Zehner wird wegen Sprunggelenksprobleme fehlen. Thomas Isherwood, berichtete Anfang, sei zwar "auf dem Weg der Besserung", aber noch weit davon entfernt, "wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen". Immerhin stehen Christian Clemens und Patrick Herrmann wieder zur Verfügung.