Darmstadt: Pokal-Aus "wird uns keinen Knacks geben“

Niedergeschlagen, aber keineswegs am Boden zerstört verabschiedete sich Darmstadt 98 von der diesjährigen Pokal-Bühne. Zwar haderten die Hessen nach der 0:1-Niederlage in der zweiten Runde gegen den Ligarivalen Karlsruher SC mit der verpassten Chance auf den Einzug ins Achtelfinale, doch richteten Trainer Dimitrios Grammozis und seine Spieler noch in den Katakomben des Böllenfalltor-Stadions den Fokus schon wieder selbstbewusst auf den Liga-Alltag.

"Abhaken und wieder in die Erfolgsspur kommen“

"Wir sind natürlich enttäuscht, aber haken das Spiel ab und wollen im nächsten Spiel wieder in die Erfolgsspur kommen“, gab Grammozis auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff die Parole für die am Samstag anstehende Liga-Begegnung bei der SpVgg Greuther Fürth aus.

Der Frust im Lager der "Lilien“ nach der ersten Niederlage der laufenden Saison vor eigenem Publikum durch Karlsruhes Siegtor von Philipp Hofmann (85.) war jedoch zunächst allgegenwärtig. "Es ist extrem ärgerlich. Im Pokal durch ein Gegentor fünf Minuten vor Schluss auszuscheiden, ist wirklich bitter", beschrieb Defensivroutinier Fabian Holland seine Emotionen und sprach damit offenkundig seinen sämtlichen Teamkollegen aus der Seele.

Doch nach dem kampfbetonten Pokalfight mischte sich in die Trauer über die Niederlage auch zunehmend Selbstkritik. "Uns ist nicht alles gelungen. Insgesamt hatten wir zu wenige Chancen. Wir wollten stärker die Initiative ergreifen“, stellte Holland sachlich fest.

"Uns haben Überzeugung und Willen gefehlt“

Sein Coach ging bei der Aufarbeitung der Ursachen für das Pokal-Aus noch etwas tiefer in die Details. "Was sich durch das ganze Spiel gezogen hat, war, dass wir im letzten Drittel zu harmlos waren, uns haben die Überzeugung und der letzte Wille gefehlt. Wir wussten, dass wir auch in Ballbesitz eine gute Positionierung haben mussten, damit wir nicht in Konter laufen, weil der KSC solche Situationen gut ausspielt und darüber hinaus bei langen Bällen brandgefährlich ist. Leider kassieren wir so dann auch das Tor", bilanzierte Grammozis.

Dennoch bescheinigte der Ex-Profi seinen Spielern eine ansprechende Leistung: "Ich kann meiner Mannschaft für die Art und Weise keinen Vorwurf machen, wie wir uns präsentiert haben", betrieb Grammozis Seelenmassage.

In Fürth wollen die Darmstädter auch wieder in der Liga an ihre Erfolgsserien von zuletzt zwei Siegen nacheinander und insgesamt sogar vier Begegnungen in Folge ohne Niederlage anknüpfen. Torhüter Marcel Schuhen jedenfalls ist fest von der Fortsetzung des Weges in die obere Tabellenhälfte überzeugt: "Das Ausscheiden wird uns keinen Knacks geben. Für uns geht es nun darum, in Fürth wieder weiterzumachen."

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