Darmstadt verpasst Tabellenführung: "Möglichkeiten waren da"

Die Chance auf die erneute Tabellenführung für den SV Darmstadt 98 war da. Doch das Team kam am Sonntag gegen den F.C. Hansa Rostock nur zu einem 1:1 und verpasste somit den Sprung an die Spitze. Dennoch fand Trainer Torsten Lieberknecht den Auftritt "insgesamt absolut in Ordnung".

Erst Glück, dann eiskalt

Zu Beginn der Partie hatten die Hessen ordentlich Glück. Denn erst scheiterte Rostocks Robin Meißner an Lilien-Schlussmann Marcel Schuhen (4.). Dann hatte Fabian Holland Glück, dass sein Einsteigen gegen Hanno Behrens nicht mit einem Elfmeter für die Gäste geahndet wurde. Denn zum Ball ging der 31-Jährige nicht, sondern brachte den Gegenspieler plump zu Fall, indem er ihn einfach umrannte (16.). Von den Darmstädtern war da offensiv noch nicht viel zu sehen. "Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die ihr letztes Auswärtsspiel mit 4:1 gewonnen hat. Der Respekt war da, was man gemerkt hat", so Lieberknecht.

Doch sein Team war eiskalt, nutzte einen heftigen Fehler der Norddeutschen aus. Ryan Malone legte sich den Ball mit Blick Richtung eigenes Tor zu weit vor und trat anschließend neben diesen. Tobias Kempe behielt frei vor Hansa-Schlussmann Markus Kolke die Nerven und traf zur 1:0-Führung (24.). "Nach dem 1:0-Pausenstand wollten wir natürlich nachlegen, die Möglichkeiten dazu waren da. Viele unserer Chancen wurden aber von einer leidenschaftlichen Mannschaft weggeblockt und wir hatten nicht das Schussglück auf unserer Seite", haderte der Coach.

"Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen"

Stattdessen kam der Aufsteiger nach 65 Minuten zu seinem Tor und glich die Partie wieder aus. Nach einer Ecke war der 20-jährige Danylo Sikan zur Stelle und traf aus dem Gewirr heraus. "Das Gegentor darf so natürlich nicht passieren, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und den Standard besser verteidigen", war Aaron Seydel unzufrieden. In der Folge war die Partie offen, hätte zugunsten beider Teams ausgehen können. "Man hat gesehen, dass wir den Dreier wollten, die Möglichkeiten waren da. Man hat gemerkt, dass wir uns sehr engagiert gezeigt haben und den Sieg gerne gehabt hätten, deswegen ist es insgesamt absolut in Ordnung", sagte Lieberknecht.

Nach dem zweiten Remis in Serie (seit drei Spielen kein Sieg) steht der SVD auf dem dritten Rang, ist punktgleich mit dem Zweitplatzierten HSV und liegt nur einen Zähler hinter Tabellenführer Werder Bremen. Allerdings sind die Konkurrenten des FC St. Pauli (punktgleich), Schalke 04 (ein Punkt weniger) und 1. FC Heidenheim (drei Punkte weniger) in Lauerstellung. Weiter gehts für Darmstadt am Samstag mit einem Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

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