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Darmstadt: Wehmut vor Abriss der Gegengerade

Bei Darmstadt 98 geht am Samstag beim Duell mit Schlusslicht FC Ingolstadt ein Stück Fußball-Geschichte zu Ende: Der Abriss der legendären Gegengerade im altehrwürdigen Böllenfalltor-Stadion nach dem letzten Heimspiel des Jahres sorgt bei den Lilien für spürbare Wehmut.

Schuster-Erinnerungen an "Gänsehaut"-Momente

"Die Gegengerade hat uns in vielen Situationen gepusht, uns teilweise aus Situationen herausgeholfen, wo es sportlich nicht so lief. Manchmal habe ich als Trainer sogar Gänsehaut gehabt. So etwas hat man auch woanders nur selten erleben können", sagte Darmstadts Trainer Dirk Schuster auf der Pressekonferenz der Hessen vor dem Match gegen Ingolstadt: "Die Gegengerade wird uns fehlen. Ich hoffe, dass es zum Abschied ein Fußball-Fest geben wird."

Für ein Fest auf der Gegengeraden werden die Fans in jedem Fall sorgen. Seit Wochen laufen beim Anhang der 98er die Vorbereitungen für eine ganz besondere Choreographie auf Hochtouren. Sogar der Gästeblock ist in die Planungen eingebunden. Nachdem die Bagger die Stehplatzränge eingerissen haben werden, sollen Erinnerungsstücke wie einfache Betonbrocken oder aber auch einzelne Wellenbrecher an Fans und Liebhaber verkauft werden.

Gesamtumbau für 28,5 Millionen Euro

Der Abriss ist Bestandteil einer umfassenden Umbaumaßnahme im laufenden Betrieb. Für insgesamt 28,5 Millionen Euro soll die gesamte Arena, deren Grundmauern seit 1921 stehen, modernisiert werden. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.