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Darmstadt zu Gast in Paderborn: "Kampf steht im Vordergrund"

IMAGO / Jan Huebner

Da der Erfolg beim SV Darmstadt seit Wochen ausbleibt, ist das Team immer weiter Richtung Tabellenkeller abgerutscht. Der Druck ist deshalb auch vor dem Duell beim SC Paderborn am Freitag (18.30 Uhr) groß, wieder Punkte zu holen. Deshalb will Trainer Markus Anfang  in der Abwehr Stabilität.

"Wir sitzen alle in einem Boot"

Die Liste mit den Spielern, die beim Duell in Ostwestfalen ausfallen, ist genauso lang wie die mit den bisherigen Siegen in der Liga: Mit Lars Lukas Mai (Pferdekuss), Matthias Bader (OP an der Wade), Florian Stritzel (Mittelhandbruch), Mathias Wittek (muskuläre Probleme), Aaron Seydel (Achillessehnen-OP), Thomas Isherwood (Syndesmose) und Silas Zehnder (Sprunggelenksprobleme) fallen sieben Profis aus. Fraglich sind zudem die Einsätze von Felix Platte (muskuläre Probleme), Adrian Stanilewicz (Schlag aufs Sprunggelenk), Marvin Mehlem (Knieprobleme) und Nicolai Rapp (Probleme an der Fußsohle). Zu beneiden ist SVD-Trainer Markus Anfang also wahrlich nicht.

Und das gilt nicht nur mit Blick auf das Personal. Nur sieben Punkte holten die "Lilien" aus den vergangenen zehn Ligaspielen. Der Abstiegs-Relegationsplatz ist nur noch vier Punkte entfernt. Zuletzt gab es zwei Niederlage gegen den FC St. Pauli (2:3) und den Karlsruher SC (0:1). "Ich bin ein Freund davon, solche Situation im "Wir" zu lösen. Die Jungs stehen auf dem Platz und müssen es am Ende umsetzen. Doch sie sind nicht allein, wir sitzen alle in einem Boot – sowohl der ganze Verein als auch wir als Trainerteam", versuchte Anfang den Druck ein wenig von seinen Profis zu nehmen. Man müsse gemeinsam aus dieser schwierigen Situation kommen. "Dafür muss jeder einhundert Prozent geben. Es heißt nicht umsonst Abstiegskampf: Der Kampf steht im Vordergrund."

Spielerische Impulse im Hintergrund

Dass die Mannschaft dies verstanden hat, kann sie am Freitag unter Beweis stellen. Der Trainer rechnet mit einem aggressiven, früh anlaufenden Gegner aus Paderborn. "Ich erwarte, dass wir gegen Paderborn alles gnadenlos wegverteidigen. Wir müssen alles dafür tun, dass wir so wenig Torchancen wie möglich zulassen", will Anfang vollen Einsatz sehen. Wichtig sei zudem, eine gute Balance auf dem Feld zu finden. Denn durch eine gute Defensivarbeit soll die eigene Offensive nicht komplett vernachlässigt werden. "Doch rücken die spielerischen Impulse erst einmal in den Hintergrund."

Denn in puncto Tore erzielen klemmt es bei den Hessen aktuell gewaltig. Nur neun Tore gelangen in den zehn Partien in diesem Jahr. "Wir müssen uns jetzt die Ergebnisse erarbeiten. Und dabei setzen wir den Fokus auf vermehrte Defensivarbeit. Es ist momentan so, dass wir uns schwertun, in der Offensive die Tore zu machen." Und wenn keine Tor erzielt werden, "dann musst du dafür sorgen, dass du hinten keinen bekommst. Wenn du vorne keinen machst, hinten aber zu null spielst, punktest du. Und wir müssen punkten".