Darmstadts Boyd: "Einstellung und der Willen wurden endlich belohnt"

Mit dem 2:0-Auswärtserfolg in Dresden hat der SV Darmstadt 98 im März bereits mehr Punkte geholt als im gesamten Februar. Da gab es aus fünf Spielen nur ein mageres Pünktchen. Auch nach dem Befreiungsschlag steckt der Bundesliga-Absteiger weiter als Tabellenvorletzter mitten im Abstiegskampf.
Darmstädter nutzen erste gute Chance zur Führung
"Die Einstellung und der Willen wurden endlich belohnt. Wir standen heute einfach super kompakt, jeder hat den Matchplan gut umgesetzt“, so der Deutsch-Amerikaner Terrence Boyd auf der Vereinshomepage.
In Dresden fanden die Lilien erst nach über einer Viertelstunde ins Spiel, hatten bis dato ein wenig Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Zwei Distanzschüsse brachten noch keinen Erfolg. Nach rund einer halben Stunde machte es Joevin Jones besser und verwertete eine Flanke von Tobias Kempe zum 1:0. "Mit fast der ersten Chance gehen wir in Führung und das war natürlich sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Danach haben wir den Ball gut laufen lassen, ein ausgeglichenes Spiel hinbekommen und die Führung mit in die Halbzeit genommen", so SVD-Coach Dirk Schuster nach dem Spiel.
Lilien überzeugen mit enormer Effizienz
Nach der schwachen Anfangsphase im ersten Durchgang hatte sein Team auch in der zweiten Halbzeit Spiel und Gegner im Griff. Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff bediente Fabian Holland mit einer Flanke Tobias Kempe, der ohne große Probleme das 2:0 markierte. Auf die enorme Effizienz der Darmstädter fand der Gegner keine Antwort mehr. Die Lilien standen kompakt und ließen nicht mehr viel zu.
"Der Sieg tut sehr gut heute. Wir müssen das erstmal sacken lassen, aber ich denke, der Erfolg war verdient. Wir haben mehr investiert in das Spiel als Dresden. Heute hat man eine Darmstädter Mannschaft gesehen, wie sie sich das Trainerteam vorstellt, wie sie sich die Fans vorstellen und wie wir Spieler sie uns vorstellen“, freute sich SVD-Kapitän Aytac Sulu. Die Lilien wissen dennoch um die prekäre Tabellensituation. "Wir bleiben bescheiden und demütig. Weiter arbeiten, Arsch aufreißen und hungrig bleiben“, findet Felix Platte deutliche Worte.