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Darmstadts Erfolgsserie reißt: "Teilweise war es wie verhext"

© IMAGO / HMB-Media

Drei Tore kassierte der SV Darmstadt 98 am Freitagabend gegen Düsseldorf, sodass die Lilien erstmals nach sieben Spielen wieder als Verlierer vom Platz gingen. Untereinander bewerteten die Akteure die Situation dennoch positiv, denn trotz den hohen Rückstandes trat man weiterhin als Team auf. So fehlte lediglich die Effektivität.

"Fortunas Plan ist aufgegangen"

22 Tore schoss das Team von Torsten Lieberknecht während der siebenteiligen Erfolgsserie, doch nun kam nur noch ein weiterer Treffer hinzu – Phillip Tietz netzte einmal vom Punkt ein (85.). Am Ende des Tages war das zu wenig für einen Punktgewinn, denn auf der anderen Seite zeigte sich Fortuna Düsseldorf effektiver. "Fortunas Plan ist aufgegangen, wir hatten dagegen Probleme mit ihrer Grundordnung. Dennoch hatten auch wir unsere Abschlussmomente", hielt Cheftrainer Torsten Lieberknecht nach Abpfiff fest. Denn eines imponierte in Darmstadt besonders: "Sie waren im ersten Durchgang klar besser, das müssen wir anerkennen. In der Pause war ich trotzdem überzeugt, dass wir das Ding noch drehen können."

Das liegt vor allem am Teamgeist der Lilien, die sich auch nach dem doppelten Rückstand nicht aufgegeben hatten. "Wir haben uns viele Torchancen erspielt und alles probiert, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Doch der Torhüter hat klasse gehalten, teilweise war es wie verhext", musste Lieberknecht allerdings anerkennen. Trotzdem ist die 1:3-Niederlage kein Beinbruch für den SVD: "Wir haben in den letzten Wochen nicht alles rosarot gesehen, genauso sehen wir jetzt nicht alles schlecht." Aufgrund der guten Tordifferenz ist es nicht unwahrscheinlich, dass Darmstadt zumindest den dritten Platz nach dem Spieltag innehält.

Mannschaft hält zusammen

Doch wie sahen die SVD-Akteure das Geschehen auf dem Rasen? "Es gibt sicherlich Teams, die sich in so einem Spiel untereinander anschnauzen, aber trotz der Niederlage hat man auch heute gesehen, dass wir eine Mannschaft sind", lobte Phillip Tietz die Mannschaft, die gemeinsam mit der Pleite umzugehen versuchte. Dem schloss sich auch Marcel Schuhen an, der erstmals in dieser Saison drei Tore aus dem Netz holen musste: "Mir ist wichtig, dass wir als Mannschaft an solchen Tagen trotzdem alles probieren."

Ein weiterer Wehmutstropfen für die Darmstädter ist, dass rund 12.450 Fans im Merck-Stadion am Böllenfalltor mit einer Niederlage nach Hause gingen. "Obwohl wir verloren haben, haben wir einmal mehr gespürt, dass die Fans hinter uns stehen und uns den Rücken stärken", respektierte Tietz die Unterstützung von den Rängen. "Es ist schade, dass es vorerst das letzte Spiel vor vollen Rängen gewesen sein dürfte. Dennoch werden wir natürlich weiterhin Gas geben, um alle glücklich zu machen." Geisterspiele soll es im Bundesland Hessen vorerst nicht geben, doch eine geringere Auslastung von 25 Prozent wird wohl künftig das Maß sein.