"Der Dino liefert großes Kino": Teamgeist stärkt Walters Vertrauen

Im Hamburger Volksparkstadion wird am Sonntag (13:30 Uhr) das Duell der Gegensätze stattfinden, denn der Hamburger SV fordert Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld heraus. Die Ostwestfalen stecken weiterhin tief im Abstiegskampf fest, während die Walter-Elf immer weiter reift. Die Rede war sogar wieder vom Dino.

"Die Menschen haben Spaß"

Der Bundesliga-Dino war lange Zeit das Markenzeichen des Hamburger SV, doch nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte wurde sogar das Maskottchen in Frage gestellt. Mittlerweile ist das viereinhalb Jahre her - dochd er HSV präsentiert sich aktuell so stabil, wie nur selten zuvor in einer Zweitliga-Rückrunde. Schon neun Tore gehen in diesem Jahr auf das Konto der Elbestädter, der Zuschauerzuspruch ist groß. "Die Menschen haben Spaß, zu uns zu kommen. Sie sehen gern Spektakel und der Dino liefert großes Kino. So ist der Fußball", freut sich HSV-Cheftrainer Tim Walter über die aktuelle Situation.

Wie schnell es gehen kann, zeigt der kommende Gegner als mahnendes Beispiel auf - Arminia Bielefeld kämpft als Bundesliga-Absteiger nach wie vor gegen den Negativ-Durchmarsch in die 3. Liga. "Arminia Bielefeld hat viel individuelle Qualität – sei es mit Ogukawa, Serra oder Hack. Das sind Spieler, die viel Potential und Qualität mitbringen", weiß Walter, dass das Duell der Gegensätze kein Selbstläufer für die Hamburger wird. Aber er kann auch auf seine Mannschaft vertrauen: "Wir geben bis zum Schluss alles, man darf uns nie abschreiben – das haben wir zuletzt wieder gezeigt und gibt uns viel Selbstvertrauen fürs Wochenende."

Teamgeist beim HSV das "Entscheidende"

Personell kann der Cheftrainer beinahe aus dem Vollen schöpfen, denn mit Sebastian Schonlau und Bakery Jatta kehrten zwei angeschlagene Spieler ins Training zurück. Auch Ersatzkeeper Matheo Raab wird am Samstag wieder trainieren, um dann möglicherweise einen Tag darauf schon wieder auf der Bank zu sitzen. Empfehlen kann sich für die Partie jeder. "Die Jungs wollen alle spielen", erkennt auch Walter - und gibt einen wichtigen Hinweis: "Es ist ein Konkurrenzkampf unter Freunden. Die Jungs mögen sich."

Denn der Teamgeist an der Elbe ist gewachsen. "Das ist das Entscheidende. Wir haben ein gutes Team, eine gute Harmonie. So etwas muss wachsen und dazu dient natürlich die Zeit, die wir bisher zusammen verbracht haben", erinnert der HSV-Coach daran, welchen sichtbaren Vorteil die andauernde Konstanz bei den Elbestädtern inzwischen bringt. "Wir sind dadurch weiter als im letzten Jahr", ist sich der 47-Jährige deshalb sicher. Dass der HSV in Heidenheim noch einen 0:3-Rückstand aufholte und zumindest einen Zähler mitnehmen konnte, dient als Beweis für die Moral. Doch einen Wunsch hätte Walter schon noch: "Wir würden gern das Ganze entspannter angehen und mal früher die Deckel auf die Spiele machen. Doch Fußball ist kein Wunschkonzert und jeder Gegner gibt bis zum Schluss 100 Prozent gegen uns."

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