Der HSV wird nicht aufgeben: "Wir sind immer wieder aufgestanden"

Der Hamburger SV geht mit der Hypothek einer 0:3-Niederlage in das Rückspiel der Relegation gegen den VfB Stuttgart (Montag, 20:45 Uhr). Cheftrainer Tim Walter und seine Mannschaft wollen die Chance nutzen, um an einem Fußball-Wunder zu arbeiten - denn Rückschläge habe der Verein in dieser Saison mehrfach gemeistert.

"Werden bis zum Ende kämpfen"

Zur kommenden Saison ist der 1. FC Heidenheim ein Bundesligist. Im direkten Aufeinandertreffen mit den Brenzstädtern gelang dem Hamburger SV eine Aufholjagd von drei Toren innerhalb einer Halbzeit. Warum also nicht auch gegen den VfB Stuttgart? "Die Jungs haben schon einige Rückschläge eingesteckt. Und wir sind immer wieder aufgestanden. Wir haben Comeback-Qualitäten, ob wir das in Heidenheim unter Beweis gestellt haben nach 0:3. Wir schaffen es immer wieder zurückzukommen", befeuerte HSV-Cheftrainer Tim Walter die These, das man die Elbestädter nach dem Relegations-Hinspiel (0:3) noch nicht abschreiben sollte.

Gleichwohl ist dem 47-Jährigen bewusst, dass die Herausforderung groß ist. "Es geht darum, dass wir nur als Team, wenn jeder 100 Prozent abliefert, eine Chance haben. Wenn bei uns Spieler nicht an ihre 100 Prozent kommen, haben wir als Team gegen ein anderes Team, das individuell und auch von Bank gut bestückt ist, wenig auszusetzen", erklärte Walter, was im Hinspiel nicht funktioniert hat. Keine Frage: Am Montagabend (20:45 Uhr) muss es der HSV versuchen "besser zu machen", um noch eine Chance wahren. Walter versprach: "Wir kriegen vielleicht nicht immer unsere beste Leistung auf den Platz, aber wir werden bis zum Ende kämpfen. Das ist unser Gen seit zwei Jahren."

Volksparkstadion wird "wunderbar" sein

Ob das letzten Endes für das große Comeback in der Relegation ausreicht, wisse Walter nicht. Es wäre aber durchaus ein Fußball-Wunder, wenn der HSV den Rückstand von drei Toren noch drehen könnte. "Natürlich ist diese nicht optimal, wenn man mit drei Toren Unterschied verliert. Wir fangen bei minus drei an, aber wir versuchen uns peu à peu nach vorne zu arbeiten", gab Walter den Matchplan vor. "Wenn wir alle – und damit meine ich alle – in Blau und auf dem Platz an einem Strang ziehen. Dann haben wir eine Möglichkeit. Im Fußball ist alles möglich. Und so lange das so ist, werden wir alles geben."

Einen Wechsel an der Herangehensweise oder Taktik wird der Cheftrainer nicht vornehmen. "Fußball ist auch immer eine Eins-gegen-eins-Sportart. Es geht nicht immer um Philosophie, sondern auch darum, individual- und gruppentaktisch auf Zack zu sein", erklärte Walter, dass er die spielerische Qualität seiner Mannschaft abrufen will. Und an seinem Team ließ der Coach keine Zweifel aufkommen: "Wir versuchen alle mitzunehmen. Das ist den Jungs gelungen und dafür muss man ihnen Respekt zollen. Wir sind eine Familie und ich bin von meiner Familie überzeugt." Dann sei auch das besagte Fußball-Wunder möglich, aber schließlich sei auch das Volksparkstadion "wunderbar". Eine perfekte Bühne für die HSV-Pläne?

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