DFB-Pokal: Stuttgart und Karlsruhe in vertauschten Rollen
Mit dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC sind am Mittwoch noch zwei Zweitligisten im DFB-Pokal dabei. Im Achtelfinale trifft der Tabellendritte dabei auf den Bundesligisten aus Leverkusen, während dem KSC ein Match bei Viertligisten Saarbrücken bevorsteht. Aufstiegs- und Abstiegskandidat sind somit in unterschiedlicher Rolle gefordert.
Stuttgart als Underdog
Am frühen Mittwochabend ist zuerst der VfB Stuttgart gefordert, wenn in Leverkusen die Achtelfinale-Partie zwischen dem Erst- und Zweitligisten angepfiffen wird. Cheftrainer Pellegrino Matarazzo fiebert damit seinem ersten Pokalhit entgegen: "Wir wollen in Leverkusen eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben und unsere Chance dort nutzen." Aufpassen müssen die Schwaben naturgemäß nicht nur auf die Akteure des favorisierten Bundesligisten, sondern auch auf die eigene Belastungssteuerung - der VfB war erst am Samstag beim FC St. Pauli gefordert.
"Wir haben viele Optionen, dazu zählt auch der eine oder andere junge Spieler", kündigte der Coach deshalb in der Pressekonferenz vor der Partie an, klammerte aber Last-Minute-Transfer Clinton Mola aus. Der junge Engländer sei zu kurz da, um die Abläufe zu verstehen - er wird also keine Alternative für die verletzungsgebeutelte Innenverteidigung. Dafür darf Ersatzkeeper Fabian Bredlow ran: "Wie schon vor dem Pflichtspielauftakt angekündigt, wird Fabian Bredlow im Tor stehen - unabhängig von Gregors Verfassung." Kobel dagegen wird wegen leichter Verletzungsprobleme gar nicht erst im Kader stehen.
Die Bilanz der Stuttgarter gegen Bayer 04 ist in den letzten Jahren nicht von großen Erfolgen geprägt: In den letzten zehn Aufeinandertreffen gab es nur ein Remis und einen Sieg für die Schwaben - beim 1:0-Erfolg im April 2018 netzte Ex-Kapitän Christian Gentner in Leverkusen ein.
Karlsruhe als Favorit
Später am Abend trifft der Karlsruher SC dann auf Underdog Saarbrücken. Ausgerechnet der Zweitligist, der am Wochenende nach der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschte und Cheftrainer Alois Schwartz entließ, ist in dieser Paarung der nominelle Favorit. Saarbrücken dagegen ist Tabellenführer der Regionalliga Südwest und konnte sich in den bisherigen Runden zunächst gegen den SSV Jahn Regensburg und anschließend gegen kriselnde Kölner jeweils mit 3:2 durchsetzen.
An der Seitenlinie der Karlsruher wird dann erstmals Christian Eichner stehen. Der Ex-Profi des KSC übernahm den Klub nach der Schwartz-Entlassung interimsweise und genießt bis auf Weiteres das Vertrauen der Verantwortlichen. Gemeinsam mit Assistent Zlatan Bajramovic versucht der 37-Jährige das "Gute noch besser zu machen, wie es ab und zu schon war, und vielleicht ein bisschen Eichner/Bajramovic reinzubringen". Dabei wird Eichner auf den Ex-KSC-Nachwuchstrainer Lukas Kwasniok treffen, der schon in der Winterpause das Ruder in Saarbrücken übernahm - zuvor wurde Erfolgstrainer Dirk Lottner überraschend entlassen.
Mit dem Spiel gegen Karlsruhe startet der Südwest-Aufstiegsaspirant in das Pflichtspieljahr, zuletzt begegneten sich beide Klubs in der 3. Liga. In Summe holte der KSC dabei vier Punkte in der Saison 2012/13. Insgesamt spricht die Bilanz vor dem Match zwischen Zweit- und Viertligisten für den Favoriten: In 24 Spielen konnte der KSC gleich 15 Siege sammeln.