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DFL-Beschluss: Stehplätze in Ausnahmefällen erlaubt

imago images / Jan Huebner

Eigentlich hatten sich die Klubs der 1. und 2. Bundesliga darauf verständigt, den Zugang zu den Stehplatzbereichen der Stadien bis zum 31. Oktober gänzlich zu untersagen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erweiterte die bestehenden Regelungen nun jedoch um einen Absatz, der die Besetzung von Stehplätzen in Ausnahmefällen erlaubt.

DFL weicht Stehplatzverbot auf

Abhängig von den vor Ort gültigen behördlichen Vorgaben werden die Vereine der 2. Bundesliga zu Beginn der kommenden Spielzeit eine unterschiedliche Anzahl an Fans in den Stadien begrüßen dürfen. Bisher galt, dass von der Besetzung der Stehplätze gänzlich abgesehen wird. Ein von der DFL verabschiedeter Passus weicht diese Regelung jetzt auf.

Wie die Liga im Rahmen einer Mitteilung bekanntgab, gilt von nun an die Ausnahme vom Stehplatzverbot "sofern in dem von einem Club genutzten Stadion die gesetzlich oder durch behördliche Anordnung festgelegte zulässige maximale Zuschaueranzahl bei einem Spiel der Bundesliga oder 2. Bundesliga nicht ohne Stehplätze erreicht werden kann." Zumindest vereinzelt könnten damit schon vor dem 31. Oktober wieder "Steher" in die Kurven zurückkehren.

"Vermeidung eines wirtschaftlichen Nachteils"

In einer Begründung bezieht sich die DFL in erster Linie auf wirtschaftliche Faktoren. Das Präsidium ziele auf die "Vermeidung eines unbilligen wirtschaftlichen Nachteils für den jeweiligen Heimclub" ab. Den Anstoß zur Änderung der bestehenden Regelung hatte Bundesligist Union Berlin gegeben.

Die Hauptstädter gehören zu den Klubs, die aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten am eigenen Stadion massive Nachteile durch eine Aufrechterhaltung eines generellen Stehplatzverbotes erlitten hätten. Auf die neue Regelung, so die Mitteilung ausdrücklich, können sich die Vereine jedoch nur berufen, wenn die Besetzung der Stehplätze "im Einklang mit geltenden gesetzlichen und behördlichen Vorgaben steht". Diese können von Standort zu Standort variieren.