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Dramatisch und emotional: HSV feiert ersten Heimsieg "hochverdient"

© IMAGO / Eibner

Der Hamburger SV hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren – und dramatischer hätte es nicht sein können. Beim 2:1-Erfolg gegen den SV Sandhausen kontrollierten die Elbstädter zwar die Partie über die gesamte Spieldauer, doch vor dem gegnerischen Kasten blieb die Elf von Cheftrainer Tim Walter oftmals harmlos. Das Publikum war zur Stelle, um zu unterstützen.

"Aller Ehren wert"

Am Ende waren es ein Elfmeter und der Lucky-Punch in der Nachspielzeit, der dem HSV zum ersten Saisonsieg im Volksparkstadion verhalfen. Auf dem Papier eine nüchternde Statistik, obwohl die Elbstädter das Spiel unter Kontrolle hatten. "Es war aus meiner Sicht ein hochverdienter Sieg, der aber dennoch glücklich zustande gekommen ist, da das entscheidene Tor so spät fällt", sah auch HSV-Cheftrainer Tim Walter ein. Trotzdem lobte der 45-Jährige sein Team besonders: "Es ist aller Ehren wert, dass diese teilweise noch sehr junge Mannschaft nach dem Ausgleich, der natürlich unnötig war, nicht die Geduld verloren und sich am Ende belohnt hat."

Nun der Reihe nach: Mit einem torlosen Pausenstand ging es in die Kabinen, bis dato machte der HSV das Spiel. Dann lief es im zweiten Abschnitt optimal für die Hamburger – als Sonny Kittel einen Strafstoß herausholte und David Kinsombi vom Punkt verwandelte (74.). Zusätzlich flog noch Marcel Ritzmaier bei den Gästen wegen Meckerns vom Feld. Und dann schoss Sandhausen plötzlich den Ausgleich in der 88. Spielminute, weil ein SVS-Akteur in der Mitte sträflich freigelassen wurde. "Wir haben zwar vielleicht kurz die Köpfe hängen gelassen, uns dann aber alle gesagt: Es ist noch genug Zeit", schworen sich Jonas Meffert und seine Teamkollegen daraufhin ein – mit Erfolg.

Nordderby vor der Brust

Die letzte Aktion des Spiels brachte dem HSV doch noch den Sieg, als Moritz Heyer in der sechsten Minute der Nachspielzeit nach einem Eckball einschob. Das Volksparkstadion explodierte! "Es spricht für den Charakter des Teams, mit dem Schlusspfiff doch noch den Siegtreffer zu erzielen. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft für diese Moral! Mich selbst freut es natürlich ungemein, dass ich heute schon wieder ein Tor erzielen konnte", jubelte der Siegtorschütze mit dem Publikum. Über die Unterstützung aus dem Publikum konnte sich der HSV nur freuen, wie auch Walter betonte: "Es war grandios und so schön! Genau das ist das, was wir brauchen, einfach überragend von den Zuschauern, das war überragend!"

Somit war der zweite Saisonsieg für den HSV am Ende zwar hochverdient, aber knapp herausgespielt. Daran ließ Meffert keinen Zweifel: "Wir waren zu 100 Prozent der verdiente Sieger, ganz egal, zu welchem Zeitpunkt die Tore gefallen sind." Mit neun Punkten aus sechs Spielen stehen die Hamburger nun im Mittelfeld der Tabelle, die Spitzenplätze sind in Schlagdistanz. Schon am kommenden Samstag (20:30 Uhr) kann der HSV im Nordderby mit Werder Bremen einen weiteren wichtigen Schritt machen. Denn die frühe Durststrecke mit vier sieglosen Spielen ist nun erst einmal erledigt.